„Sommerurlaub für zwei Stunden“

Empfang in Plau am See: Bürgermeister Norbert Reier und Landrat Stefan Sternberg hielten Neujahrsreden

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14. Januar 2019, 12:15 Uhr

Zahlreiche Bürger kamen am Sonntag zum Neujahrsempfang der Stadt Plau am See in die Klüschenberg-Schule. Bürgermeister Norbert Reier und Bürgervorsteher Dirk Tast begrüßten viele Gäste: die Bundestagsabgeordnete Karin Strenz, die Landtagsabgeordneten Jacqueline Bernhardt und Wolfgang Waldmüller sowie Landrat Stefan Sternberg. Zudem nahmen die Bürgermeister Steffen Steinhäuser aus Barkhagen und Jens Tiemer aus Ganzlin, Vertreter ortsansässiger Vereine, sowie Gäste aus der Partnerstadt Plön teil. Der Shantychor „Plauer See-Männer“ sorgte für die heitere Umrahmung des Empfangs.

Stefan Sternbergs Grußwort begann mit Erinnerungen an die eigene Kindheit: „Als Kind haben wir öfters Urlaub in Plau gemacht. Damals kam mir die Fahrt allerdings länger vor“, sagte der Landrat. Er habe seiner Tochter am Sonntagmorgen erklärt, er fahre in den „Sommerurlaub für zwei Stunden“.

Den Luftkurort bezeichnete Sternberg als touristisch stärkste Kraft im Landkreis und lobte die Stadt für ihre Alleinstellungsmerkmale. Im neuen Jahr liege viel für die Kreisbewohner an, zumal das Problem um die digitale Infrastruktur bis Ende 2020 gelöst werden müsse. Es dürfe nicht sein, dass deswegen das Gastgewerbe Einbußen machen müsse. Sein Neujahrs-Wunsch: „Lassen sie uns Plau weiterhin stärken. Wenn Plau stark ist, ist auch ein Stück des Kreises stark.“

Norbert Reier blickte in seiner Rede zurück und nach vorn, kritische Worte ließ er nicht aus. So stellte er die rhetorische Frage: „Wie komme ich als Tourist ohne PKW nach Plau?“ Wenn kein Zug in der Stadt hält, sei das schwierig. Dann sprach er den Wassertourismus an. In diesem Bereich wäre noch Potential nach oben. „Hier muss noch mehr Marketing gemacht werden“, sagte Reier. Die Gesundheitswirtschaft sei neben Tourismus der wichtigste Zweig, fügte er an. Daher plant die Stadt den Heilwald. „Hier können sich Gäste und Bürger fit für die Gesundheit machen“, so der Bürgermeister. Abschließend bedankte sich Norbert Reier bei allen, die an der erfolgreichen Entwicklung der Seestadt beteiligt sind. Auch den Kameraden der Feuerwehr richtete er einen wertschätzenden Gruß aus, da sie im vergangenen Sommer große Herausforderungen zu meistern hatten.

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