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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

19. Oktober 2017 | 20:28 Uhr

Schule modern : Solarstrom - aha, so funktioniert das

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Lübzer Viertklässler besuchten gestern ein Unternehmen der Branche in Benzin. Das „Lernen am anderen Ort“ begeisterte die Schüler

von
erstellt am 23.Jan.2017 | 20:00 Uhr

Im Unterricht nehmen die Lübzer Viertklässler gerade das Thema Stromerzeugung durch. „Wir haben darüber gesprochen, wofür wir Strom brauchen, wie er erzeugt wird und wir haben uns mit Wasserkraftwerken beschäftigt“, erzählt Heike Schneider. Ein komplexes und kompliziertes Thema, das an der Grundschule natürlich kindgerecht aufgearbeitet wird. Gestern nun machte die Klassenleiterin mit ihren 26 Mädchen und Jungen den Praxistest. Und das hieß: Raus aus dem Klassenraum, auf nach Benzin. Torsten Jarchow, der Vater von Viertklässlerin Jette, betreibt hier im Kritzower Ortsteil zusammen mit René Weiß und Andreas Niemann die JaSolar GmbH. Ein Unternehmen, das im Jahr 2000 in den gerade aufstrebenden Photovoltaik-Markt einstieg, wegen der immensen Nachfrage bald auch Heizungsschiene und Warmwasseraufbereitung aufnahm und heute zehn Mitarbeiter beschäftigt, die alles um diese Form der regenerativen Energie anbieten. „Energiegewinnung, -umwandlung, -speicherung und Management - wir bieten das komplette Spektrum“, sagt Jarchow. Auf der Basis ganz kleiner Anlagen, die zumeist auf den Dächern von Einfamilienhäusern zu finden sind, bis hin zu 5000-m2-Anlagen, für die es riesige Hallendächern in der Industrie oder der Landwirtschaft braucht.

Wegen des Firmenprofils waren die Kids natürlich nicht durch den Neuen Teich bis nach Benzin gewandert. Über ihrem Wandertag stand „Lernen an einem anderen Ort“. „Wir wollen uns die Anlagen ankucken, die aus Sonnenschein Strom machen können“, erzählt Niklas.

Torsten Jarchow zeigte ihnen nicht nur die. Er wusste aus den Kindern auch herauszukitzeln, was sie schon alles über Sonne, Strom und Solar wussten. Ohne dass sie selbst von ihren Kenntnissen geahnt hätten. Anhand eines kleinen Films aus der „Sendung mit der Maus“ erfuhren die Kinder, woraus Solarzellen und -module hergestellt werden, wie das Prinzip „Sonne - Modul - Strom - Speicher“ funktioniert und dass Solarenergie viel umweltfreundlicher ist als Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken. Wer wie Luise und Levin aufgepasst hatte, wusste auf Jarchows abschließende Frage natürlich auch die richtige Antwort: „Die Solarplatten sind dünner als ein Menschenhaar und aus Sand.“

Solar. Keine leichte Kost. Heike Schneider wusste das. Trotzdem hatte sie Torsten Jarchow um die Führung gebeten. Und der übernahm die kleine Unterrichtseinheit gern und hatte sogar noch ein Ass im Ärmel, mit dem er am Ende alle 26 Kinder für das Thema Solarenergie erwärmen konnte. Er hatte Bausätze für kleine Solar-Ventilatoren samt Motor besorgt. „Für jeden einen und ihr baut sie jetzt zusammen“, sagt er und schon machten sich alle ans Werk. „Mir macht das richtig Spaß“, strahlt Luisa, die Projekte mag, weil die Abwechslung in den Schulalltag bringen. „Meinen Solar-Ventilator stelle ich zuhause auf’s Fensterbrett. Und wenn er sich dann dreht, weiß ich, dass draußen die Sonne scheint“, lacht sie.

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