Erneuerbare Energien : Solarpark und Bioerdgas-BHKW für Goldberg in Planung

Die Firma IBC Solar übernimmt auch in Goldberg – wie hier in Grevesmühlen – die Planung für einen Solarpark an der Raiffeisenstraße.  Fotos: archiv
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Die Firma IBC Solar übernimmt auch in Goldberg – wie hier in Grevesmühlen – die Planung für einen Solarpark an der Raiffeisenstraße. Fotos: archiv

Die ersten Pläne zur Umsetzung des Energiekonzeptes stehen – auch ein Blockheizkraftwerk in der John-Brinckman-Straße ist in der Planung

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27. Dezember 2013, 14:00 Uhr

Die Grundsatzbeschlüsse stehen, jetzt kann es los gehen – mit der Umsetzung des Energiekonzeptes in Goldberg. Das zumindest ist der Plan, der in den kommenden Jahren die Mildenitzstadt noch das ein oder andere Mal beschäftigen wird. Schritt für Schritt soll der Wechsel zu erneuerbaren Energien vollzogen werden, so Bürgermeister Peer Grützmacher. Das gehe aber nur mit den entsprechenden Beschlüssen und finanziellen Mitteln. Bei den Beschlüssen ist es bereits vorwärts gegangen. Denn in der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung haben die Kommunalpolitiker einige Grundsatzbeschlüsse gefasst. „Das haben wir getan, damit wir nicht immer wieder eine Sitzung einberufen müssen, wenn es konkret wird und schnell gehandelt werden muss“, erläutert Peer Grützmacher.

Der wichtigstes Beschluss in der jüngsten Stadtvertretersitzung der Goldberger Kommunalpolitiker ist der Grundsatzbeschluss zur Umsetzung der Ergebnisse des regionalen Energiekonzeptes der Stadt Goldberg. „In mehreren Schritten wollen wir das Konzept umsetzen und weitere Untersuchungen vornehmen lassen“, erläutert Peer Grützmacher weiter. Einige konkrete Pläne gibt es bereits. So haben die Goldberger Stadtabgeordneten in ihrer Versammlung mehrheitlich beschlossen, die Firma IBC Solar AG zu beauftragen. Das Unternehmen, das bereits mehrere Solarparks in Mecklenburg betreut, solle planen – gegebenenfalls auch realisieren –, inwieweit ein Solarpark auf dem ehemaligen Agrarchemischen Zentrum an der Goldberger Raiffeisenstraße möglich ist. „IBC Solar kann nun die Gespräche mit den dortigen Grundstückseigentümern aufnehmen. Die Firma übernimmt die Planung, geht damit in Vorleistung“, erklärt der Bürgermeister. Wenn alles klappt und auch die Stadtvertretung letztendlich zustimmt, könne ein kommunaler oder privater Solarpark in Goldberg entstehen.

In Bezug auf das regionale Energiekonzept für die Mildenitzstadt haben die Stadtvertreter einer weiteren Beschlussvorlage zugestimmt. Diese beinhaltet den Bau eines Bioerdgas-Blockheizkraftwerkes (BHKW) im Neubaugebiet an der Mehrzweckhalle in der John-Brinckman-Straße inklusvie Nahwärmenetz zur Versorgung der Regionalen Schule, der Mehrzweckhalle, der Kita sowie aller Wohnblöcker der Wohnungsgesellschaft Goldberg (WoGeGo). „Die Kosten dafür würden sich auf zirka 900 000 Euro belaufen“, verdeutlicht Peer Grützmacher. Die WoGeGo hatte bereits für dieses Gebiet Planungen vornehmen lassen, diese können übernommen und fortgeführt werden.

In gut zwei Jahren hat die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien sehr viel auf den Weg gebracht. Doch jetzt haben die Stadtvertreter Goldbergs mehrheitlich beschlossen, die Arbeitsgruppe aufzulösen. „Alles, was jetzt kommt, kostetet Geld. Deshalb hat sich die Mehrheit der Stadtvertretung dazu entschieden, diese Aufgaben und Planungen an die Verwaltung abzutreten“, erläutert der Bürgermeister auf Nachfrage die Entscheidung.

Nun liegt es am Haupt- und Finanzausschuss sowie der Stadtvertretung und Amtsverwaltung die Pläne des Energiekonzeptes zu konkretisieren und umzusetzen.

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