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Demografischer Wandel : Selbst als zukunftsfähig gesehen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Amtsausschuss verabschiedete die Stellungnahme zum Gemeindeleitbildgesetz zur Entwicklung des Amtes Plau am See. Jetzige Struktur soll bis 2030 bestehen bleiben.

Einstimmig hat der Amtsausschuss auf seiner jüngsten Sitzung die Stellungnahme zum Gemeindeleitbildgesetz zur Entwicklung des Amtes Plau am See verabschiedet. Das Amt wird demzufolge nach Abwägung der demographischen Entwicklung bis 2030 und der Perspektiven der Stadt sowie der beiden Gemeinden Barkhagen und Ganzlin auch weiterhin bestehen bleiben.

Mögliche Reserven in der kooperativen Zusammenarbeit mit den Nachbarämtern Eldenburg-Lübz und Goldberg-Mildenitz werden weiterhin untersucht, wie Amtsvorsteher Paul Schulz anmerkte.

Die Schwerpunkte seien zukünftig auf notwendiges Wirtschaftswachstum und Haushaltskonsolidierung zu legen. Dabei ist vor allen Dingen die gesellschaftliche Entwicklung positiv zu gestalten und die notwendigen Aufgaben abzusichern, so Schulz weiter. Entsprechend dem Gemeindeleitbildgesetz hätten Ämter, die 2030 unter achttausend Einwohner ausweisen, ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Ausgehend von der Bevölkerungsentwicklung des Landkreises mit 8,94 Prozent Bevölkerungsrückgang bis 2030 werde das Amt dann noch 7566 Einwohner haben. Bei einer Besiedlungsdichte von 33 Einwohner pro Quadrat-Kilometer müsse darauf geachtet werden, dass Dienstleistungen möglichst ortsnah angeboten werden. Langfristig könne man daher die Variante Zentralgemeinde ansprechen, die man sich unter bestimmten Entwicklungsschritten im Zusammenhang mit der Existenz von nur drei Gemeinden im Amt vorstellen könnte. Es wäre keine Variante, die die Haushaltslage wesentlich beeinflusse.

Der Amtsvorsteher Paul Schulz sagte: „Auf Grund der Entwicklung unserer Gemeinden muss erst zusammenwachsen, was schon jetzt zusammengehört. Die Ortsteile der Gemeinden müssen besser die Möglichkeiten gemeinsamen Handelns nutzen und das gesellschaftliche Leben weiterentwickeln.“ Dieser Prozess hänge von handelnden Menschen ab, die bereit sein müssen, sich für das Gemeinwesen einzubringen. Viel persönliches Engagement in einem kleinen Ortsteil könne in einer größeren Gemeinde untergehen, wenn die Struktur nicht akzeptiert werde, meinte Schulz.


Erste Gespräche
zwischen den Nachbarn


Eine andere Variante wäre der Zusammenschluss mit einem anderen Amt, fügte Paul Schulz hinzu. Nicht in jedem Fall seien damit auch spürbare Einspareffekte in der Verwaltung verbunden, da aufgrund der Entfernung im Interesse der Bürgernähe auch immer ein Außenstandort notwendig wäre. Vorteile können aber auch über die Kooperation der Verwaltungen genutzt werden, wobei an organisatorische Aufgaben zu denken sei. Erste Gespräche zwischen dem Amt Eldenburg-Lübz, dem Amt Goldberg-Mildenitz und dem Amt Plau am See hätten bereits stattgefunden. Unter Berücksichtigung der dargestellten Zukunftsstrategien hält Plau am See mittelfristig an der gegenwärtigen Amtsstruktur fest.




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