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Neuer Bürgermeister für die Obere Warnow : Seine Agenda reicht für mehr als zwei Jahre

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Nach der Fusion der Gemeinden Grebbin und Herzberg schreibt nun die neue (Mutter-)Gemeinde Obere Warnow ihr erstes Kapitel gemeinsamer Geschichte: Morgen wird Klaus-Dieter Möller offiziell zum Bürgermeister ernannt.

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erstellt am 27.Feb.2012 | 11:07 Uhr

Obere Warnow | Nach der Fusion der Gemeinden Grebbin und Herzberg zu Jahresbeginn schreibt nun die neue (Mutter-)Gemeinde Obere Warnow ihr erstes Kapitel gemeinsamer Geschichte: Morgen kommen die Gemeindevertreter zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen, auf der Klaus-Dieter Möller zum Bürgermeister ernannt wird. Er war am 29. Januar als Kandidat für die Wählergruppe Obere Warnow ins Rennen gegangen und hatte sich mit 289 der 390 gültigen Stimmen deutlich gegen Mitbewerberin Rosemarie Hallmann (Wählergemeinschaft Herzberg) durchsetzen können.

Den 62-Jährigen, der zuletzt zehn Jahre lang die Geschicke der Gemeinde Grebbin lenkte, freut das Vertrauen der Einwohner der neuen Großgemeinde Obere Warnow, der nun die sieben Ortsteile Lenschow, Woeten, Herzberg, Wozinkel, Grebbin und Kossebade angehören. "Wir werden gut miteinander auskommen", ist Möller zuversichtlich. "Die meisten von uns kennen sich noch vom VEG Woeten, zu DDR-Zeiten größter Arbeitgeber in unserer Gegend."

Zusammenhalt und Zusammenwachsen sind nach Möllers Meinung daher weniger das Thema. Die haben die Vertreter schon in der Fusionsgruppe demonstriert. Prioritäten setzt der "alte Hase" der Kommunalpolitik ganz woanders. Mit der Fusion habe die Großgemeinde Herzbergs kommunalen Wohnungsbestand geerbt. Und um den sehe es nicht gut aus. "Wir reden von Blöcken mit 42 Wohnungen und einem fast 50-prozentigen Leerstand", erklärt Möller. Ein Unding für den Mann, der seine Brötchen seit vielen Jahren als Mitarbeiter der Wohnungsverwaltung BMV Neubrandenburg verdient. Aufgabe der neuen Gemeindevertretung müsse es sein, den Bedarf zu ermitteln und dann die Wohnungen zu modernisieren bzw. einen Rückbau zu veranlassen: "Ohne Fördermittel wird das nicht gehen, und die Signale aus Schwerin sind wenig vielversprechend."

Zwei Jahre dauert die Legislatur noch, für die sich Möller nochmals hat breitschlagen lassen. "Dann bin ich 64, und dann ist definitiv Schluss für mich", sagt er. Dennoch liegt ihm viel daran, wichtige Dinge für "seine" Dörfer an der Oberen Warnow mit auf den Weg zu bringen. Ein Projekt, das nicht zuletzt wegen der Erreichbarkeit der ansässigen Ärztin ganz hoch hängt, ist der Ausbau des alten Wirtschaftsweges von Kossebade nach Woeten. "Fördermittel sind beantragt. Aber auch da müssen wir hoffen", weiß Möller.

Ebenso ist die Gemeinde vom Schweriner Wohlwollen abhängig, was die in der Fusionsgruppe erarbeiteten neuen Feuerwehrstrukturen betrifft. "Wir wollen aus drei Wehren eine machen ", erklärt der Bürgermeister. Lenschow solle seine Löschgruppe behalten, am Standort Kossebade - erst vor einigen Jahren modernisiert - soll die Jugendfeuerwehr ihr Domizil haben und Grebbin wird die Zentrale. Momentan zu klein, werde für die jedoch ein Anbau fällig und für die Einsatzfähigkeit insgesamt ein Löschfahrzeug. Gesamtkostenpunkt: ca. 400 000 Euro. Möller: "Auch wenn unser Haushalt noch nicht steht, weiß ich dass er schlecht aussehen wird. Ohne Hilfe ist das nicht zu schaffen."

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