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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

17. August 2017 | 19:31 Uhr

Tourismus : Seeblick von der Plauer Landzunge

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Arbeiten am „Hafendorf Plau am See“ liegen im Zeitplan / Investoren hoffen, dass Stillstand wegen Radweg-Bau vermieden werden kann

Die Spitze der Plauer Eldepromenade ist in diesen Tagen  kaum  mehr wiederzuerkennen. Auf der Landzunge hinter dem Yachthafen, dort, wo vor etwas mehr als einem halben Jahr  noch  Teile der  Industriebrache „Kalkofen“ mit Bergen von Müll und verfallenen Gebäuden den Blick auf  Plau  unschön  machten,   wächst das Plauer „Hafendorf“. „Bisher liegen  wir  sehr gut im Zeitplan“, konstatierte gestern Johannes  Weil bei einer Baustellenvisite. Bei der fallen beileibe nicht nur  die zwei riesigen Kräne auf, die zuletzt Deckenplatten aufgesetzt hatten. Alle Rohbauten haben annähernd den gleichen Bautenstand. Auf sieben separierten Baufeldern  sind das immerhin 34 in sieben Blöcken zusammenstehende  Reihenhäuser. Vier dieser sieben   waren beizeiten an private Investoren verkauft worden. Drei  baut die Hafendorf Plau am See GmbH & Co.KG. Hier ist der Berliner Johannes Weil  Geschäftsführer,  genau wie  der Plauer Horst Frommer.  Ihre  Gesellschaft  hatte das vom Plauer Ingenieurbüro Andrees überplante, 18000 Quadratmeter große Grundstück von der Fischerei Müritz-Plau GmbH erworben. Von insgesamt 64 Apartements (55/105m2)   wird   sie  30 im Bestand  haben.  Und Ziel sei ganz klar der Verkauf  an private Anleger, die dann  wiederum an  Feriengäste vermieten, so Weil.

Die  möglichst  parallele Fertigstellung aller Objekte sei Teil des Plans gewesen. „Wir wollen einfach vermeiden, dass die ersten Gäste, die  wir ab der kommenden  Saison  hier im Hafendorf erwarten,  ihre Ferien auf der Baustelle verbringen müssen“,  sagt Horst  Frommer.   Bislang läuft es gut,  weshalb das erklärte Ziel  Komplettfertigstellung im Mai kommenden Jahres steht.  Allerdings  hoffen  die  beiden Geschäftsführer,  dass der  anstehende Bauabschnitt  für  den Plauer Radweg um den See, der   vom Wiesenweg   hoch zum Kalkofen  führt, ihre Planungen  nicht über den Haufen   wirft. Denn sollte es zu Verzögerungen  kommen,  platzt  die Terminplanung  fürs Hafendorf.

Nicht nur, weil es im Hafendorf gut läuft, sind Weil und Frommer optimistisch. Sie haben auch vorgesorgt. „Da die Vollsperrung des Wiesenweges angekündigt war und  wir mit Schwerlasttransportern definitiv nicht über die Metow  dürfen, haben wir Material  auf Vorrat auf die Baustelle gebracht“, sagt Horst Frommer. Im besten Fall wird es soviel sein, dass  die Arbeiten auf dem Bau nicht zum Erliegen kommen.

Am Ende der  etwa anderthalbjährigen Bauzeit werden nach jetzigem Stand rund zwölf Mio Euro in das sowohl touristisch als auch finanziell interessante Hafendorf-Projekt geflossen sein. Die Alternative zum Feriendorf auf der Plauer Landzunge wäre Industriebrache. Für den Luftkurort unmöglich eine Option  auf Dauer.

 

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erstellt am 23.Jul.2016 | 05:00 Uhr

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