Blaulicht auf Plauer See : Schwimmer bleiben verschollen

Zwei Schwimmer werden noch immer auf dem Plauer See vermisst: DRK Wasserwacht und Wasserschutzpolizei sind auf der Suche nach ihnen. Die Vermissten sollen sich nach Bürgerhinweisen in Höhe Plauer Seelust an einer Boje festgehalten haben und plötzlich verschwunden sein.
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Zwei Schwimmer werden noch immer auf dem Plauer See vermisst: DRK Wasserwacht und Wasserschutzpolizei sind auf der Suche nach ihnen. Die Vermissten sollen sich nach Bürgerhinweisen in Höhe Plauer Seelust an einer Boje festgehalten haben und plötzlich verschwunden sein.

Suche mit Hubschrauber und Tauchern bisher ergebnislos / Zeugen hatten erschöpfte Badegäste gesehen

svz.de von
21. Juli 2014, 22:00 Uhr

Am späten Sonntagnachmittag wurden im Plauer See, Höhe der Badestelle an der Seelust, zwei Schwimmer als vermisst gemeldet. Die Polizei leitete eine stundenlange Suche ein, die bislang ohne Ergebnis verlief. Auch am gestrigen Montag waren Polizeitaucher vor Ort.

Es ist ein heißer Sonntagnachmittag. Das Wasser des Plauer Sees lädt zur Abkühlung ein und entsprechend ist der Strandabschnitt an der Seeluster Bucht gut besucht. Plötzlich meldet sich ein Zeuge bei der Polizei, der nach seinen Angaben eine merkwürdige Beobachtung gemacht haben will. Der erfahrene Bootsführer und seine Ehefrau wollen gesehen haben, wie sich zwei Schwimmer an einer schwarz-gelben Boje geklammert haben, die sich bereits durch das Festhalten der Personen in waagerechter Stellung befunden haben soll. Dies soll etliche Minuten lang angedauert haben und die Zeugen meinten, dass sich die Schwimmer ausruhen würden. Nur wenig später aber sollen die Personen verschwunden sein und so informierte der Bootsführer die Polizei.

Die Beamten der Wasserschutzpolizei haben umgehend die Suche aufgenommen. Mit einem Streifen- sowie einem Schlauchboot eilen sie an die angenommene Einsatzstelle, ebenso ein Einsatzboot der DRK-Wasserwacht. Ein Boot der Wasserschutzpolizei legt an einem Fahrgastschiff der Weißen Flotte an und befragt die Besatzung. Nach Aussage des Pressesprechers Hartmut Richter vom Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern wurden auch im Uferbereich nach möglichen verlassenen Utensilien gesucht, die die Schwimmer zurück gelassen haben müssten. „Die umliegenden Hotels und Gaststätten wurden aufgesucht und befragt, doch nirgends sind bislang Personen als vermisst gemeldet“, so Richter. Dennoch gehen die Beamten auf Nummer sicher und fordern gegen 18 Uhr die Tauchergruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) aus Zarrentin an. Mit elf Kameraden trifft die Gruppe gegen 19.40 Uhr vor Ort ein. Während ein Teil der Ausrüstung auf das Boot der DRK-Wasserwacht verladen wird, haben sich auch die Taucher vorbereitet und gemeinsam geht es in Richtung der schwarz-gelben Boje, etwa 400 bis 600 Meter vom Ufer entfernt.

Im Uferbereich herrscht derweil normales Badetreiben. Polizei, Feuerwehr oder andere Einsatzkräfte sind an diesem Abend nicht zu sehen. Etliche Badegäste fragen bei der DLRG an, ob hier eine Übung stattfinden würde. DLRG-Gruppenführer Mathias Meier sorgt ein wenig für einen freien Arbeitsbereich und erklärt dem Reporter, dass sie neben den Tauchern auch ein Zeitscansonar, eine Art Unterwasserortungsgerät, einsetzen. Per Funk kommt die Meldung, dass die Sicht unter Wasser gleich Null ist und die Stelle nahe der Boje nur etwa 1,5 Meter tief sei. Auffällige Stellen, die das Sonar anzeigt, werden markiert. Auch dort steigen die Taucher hinunter. Gegen 21 Uhr fährt ein Streifenwagen der Landespolizei am Strandbereich vor, sucht nochmals den Uferbereich ab und gegen 22 Uhr fliegt ein Hubschrauber der Polizei über den See. Doch dann ist es dunkel, der Strand ist nur durch die Straßenlampen spärlich beleuchtet, auf dem Wasser blinkt das Blaulicht der Boote und so endet die Suche kurz nach 23 Uhr.

Am gestrigen Montag wurde die Suche wieder aufgenommen, diesmal waren es Polizeitaucher, die den relevanten Bereich absuchten. Da es bisher keine weiteren Hinweise zu den Vermissten gibt, bittet die Wasserschutzpolizeiinspektion Schwerin um Mithilfe aus der Bevölkerung.  Sie fragt: 1. Gibt es weitere Zeugen, z. B. von der Badestelle in der Seeluster Bucht, die beobachtet haben, wie zwei Personen schwimmend unterwegs waren? 2. Können eventuell Hinweise zur Personenbeschreibung der Schwimmer gegeben werden? 3. Konnte jemand beobachten, dass die Schwimmer das Ufer wieder unbeschadet erreicht haben?

Hinweise können direkt an die Wasserschutzpolizeiinspektion Schwerin, Tel. 0385 -  555 760, oder jede andere Polizeidienststelle gegeben werden. Sollten beide Schwimmer wieder zum Ufer zurück geschwommen sein und diesen Aufruf verfolgen, bittet die Wasserschutzpolizei diese, sich ebenfalls bei einer Polizeidienststelle zu melden.


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