Ortsumgehung Plau : Schweres Gerät an Nordtangente

Seit Tagen überragt  ein großer Bohrkran die Brückenbaustelle an der Elde. Mit seiner Hilfe erfolgt die Ertüchtigung des Baugrundes.
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Seit Tagen überragt ein großer Bohrkran die Brückenbaustelle an der Elde. Mit seiner Hilfe erfolgt die Ertüchtigung des Baugrundes.

Ortsumgehung Plau: Derzeit laufen Arbeiten am „Knoten West“ und der neuen Eldebrücke. Baugrund muss „ertüchtigt“ werden

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23. Mai 2017, 21:00 Uhr

Gut acht Wochen nach dem ersten Spatenstich für die Plauer Ortsumgehung (der war am 16. März) macht die Großbaustelle vor den Toren der Stadt sichtbare Fortschritte. Die beiden Umfahrungen im Zuge der B 191, die den fließenden Verkehr aus dem direkten Baustellenbetrieb ziehen und ein Arbeiten ohne Ampelregelung möglich machen, sind fertig. „Momentan arbeiten wir parallel am sogenannten ,Knoten West’ und an der neuen Elde-Brücke“, erklärt Dr. Thorsten Uhlig, Dezernent im Straßenbauamt Schwerin (StBA).

Vorbereitende Arbeiten  für die Fundamente. Auf einer Länge von 87 Meter wird die neue Brücke die Elde überspannen.
Vorbereitende Arbeiten für die Fundamente. Auf einer Länge von 87 Meter wird die neue Brücke die Elde überspannen.

Das StBA, das bei dieser Maßnahme des Bundes vor Ort Regie führt, hat die Arbeiten in mehreren Losen ausgeschrieben. Der Knoten war an die Strabag gefallen; das Brückenbauwerk errichtet die Firma Mathäi aus Leezen.

Über den Bohrkopf  wird die Zementsuspension in den Boden verdüst.
Über den Bohrkopf wird die Zementsuspension in den Boden verdüst.

Der erste Streckenabschnitt ist weniger spektakulär. Die Brückenbaustelle indes überragt seit Tagen ein großer Bohrkran. „Der wird gebraucht für zwingend erforderliche Baugrundertüchtigungsarbeiten“, sagt Uhlig und erklärt: „Bis in vier Meter Tiefe wird über den Kran eine Zementsuspension in den Boden gedrückt, um vorhandene Hohlräume zu schließen.“ Dass es die gibt und insbesondere die oberste Bodenschicht nicht die geforderte Tragfähigkeit aufweist, hatte eine Baugrunduntersuchung ergeben. „Durch das Verdüsen, wie wir das Einbringen der Suspension nennen, wird der Boden tragfähiger.“ Alternativen wären der komplette Bodenausgetausch oder aber eine Tiefengründung.

Wenn die Erüchtigungsarbeiten beidseitig der Elde erfolgt sind, können die Brückenfundamente errichtet werden. Die Elde-Brücke wird übrigens 87 Meter lang, 11,60 Meter breit und ein sogenannter „zweistegiger Plattenbalken aus Stahlbeton“. Stahlbögen als Verspannung, wie man sie z.B. von Autobahnbrücken kennt, bekommt die Brücke nicht. „Die Plauer Brücke wird ein Zweifelder-Bauwerk mit Auflager“, sagt Dr. Uhlig. Die beiden Stege längs zur Fahrtrichtung sind wegen der Stützweite notwendig. „Mitte 2018 soll die Brücke fertig sein“, kündigt der Dezernent an. Derweil sei inzwischen auch der Auftrag für die Brücke über die Bahn, die die Nordtangente in ihrem weiteren Verlauf quert. „Die Arbeiten werden im Sommer beginnen und wir planen, sie in 2017 fertig zu stellen.“

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