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Neue Praxisräume : „Schwereloses Schweben“ in Lübz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die Physiotherapeutin Kirsten Hein arbeitet in ihrer neuen Praxis am Standort Lübz auch mit einem sogenannten Schlingentisch.

Ein großes Metallgestell mit Liege steht in dem Raum. Es ist ein sogenannter Schlingentisch, der bei Physiotherapeuten Verwendung findet. Die Räumlichkeiten im Gebäude der Wohnungs- und Verwaltungs GmbH Lübz (WVL) sind erst vor Kurzem bezogen worden – von keiner Unbekannten. Denn Kirsten Hein arbeitet bereits seit Jahren als Physiotherapeutin. Doch die 34-Jährige war immer mobil, immer mit dem Auto unterwegs. Von einem Patienten zum anderen. Rentabel ist das nicht. „Als Freiberufler stehst du auf der Abschussliste“, sagt Kirsten Hein. Deshalb setzt sie jetzt auf einen festen Standort im Stadtgebiet. „Ich habe mir gedacht: Jetzt oder nie. Nach Räumen habe ich schon lange gesucht“, erläutert die Physiotherapeutin.

Dann kam endlich der Tag. Daisy Herbst, WVL-Geschäftsführerin, hatte endlich etwas Passendes für die 34-Jährige gefunden. Ferdinand-von-Schill-Straße 12 lautet jetzt die Adresse, an der Kirsten Hein gemeinsam mit ihrer Kollegin Alexandra Murza zu finden ist. Die Hausbesuche werden aber nicht wegfallen, denn es gibt noch genügend Patienten, die nicht mobil sind. Termine in der Praxis werden nach telefonischer Absprache vereinbart. „Feste Öffnungszeiten haben wir in dem Sinne nicht. Dienstags und donnerstags ist die Praxis vormittags gar nicht besetzt, erst von 12 bis 17 Uhr“, erläutert die Passowerin. Von Montag bis Mittwoch ist die Praxis ab 9 Uhr geöffnet.

Zur Physiotherapie ist Kirsten Hein eher zufällig gekommen. „Eigentlich wollte ich Polizistin werden. Doch meine Wirbelsäule ist nicht ganz so wie sie sein sollte“, erklärt sie. Deshalb sattelte sie um und ist seit Jahren fest im Metier verankert. Manuelle Therapie, Krankengymnastik, Wärmetherapie mit Rotlicht oder Fango, Lymphdrainage, Säuglingsgymnastik, Schröpfen... und der Schlingentisch gehören zu ihrem Repertoire. „Wir Physiotherapeuten sind flexibel, jeder spezialisiert sich auf seine Stärken“, erklärt die Expertin. Zu ihrer Spezialisierung gehört der Schlingentisch. Kirsten Hein greift zu den Karabinerhaken und befestigt diese an Schnüren sowie an einer Baumwoll-Schlinge, einem Beckengurt. Dann demonstriert sie es an sich selbst. Die Physiotherapeutin legt sich auf die Liege in die Schlinge hinein und verstellt nun die Höhen. Ihr Becken wird nach oben gezogen, Muskeln und Gelenke werden entlastet, Schmerzen gelindert. Die Schlingentisch-Therapie wird individuell auf den Patienten abgestimmt. Kirsten Hein weiß ganz genau, wann und wie sie diese Form der Therapie anwenden muss. Denn sie ist die Expertin fürs „schwerelose Schweben“ in Lübz.

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