aus der stadtvertretung : Schulstandorte zusammenlegen?

Tino Krafczik, Peer Grützmacher und Marko Kinski(v.l.)
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Tino Krafczik, Peer Grützmacher und Marko Kinski(v.l.)

Diesen Antrag hatte die Fraktion Freie Wähler Goldberg bei der Stadtvertretersitzung mit Blick auf das Konsolidierungskonzept vorgelegt

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26. Juli 2014, 12:00 Uhr

Ein Antrag der Fraktion Freie Wähler Goldberg hat am Donnerstagabend einige Gemüter in der Stadtvertretersitzung von Goldberg erregt. Grund: Die Fraktion wolle prüfen lassen, inwiefern die Zusammenlegung beider Schulen – Grund- und Regionalschule an einem Standort – finanzielle Einspareffekte erzielen würde. Zugleich solle das Einsparpotential im Haushaltskonsolidierungskonzept festgeschrieben werden. „Es solle nicht nur aus finanziellen Gründen geschaut werden, sondern auch beide Schulleitungen angehört werden, inwiefern aus pädagogischer Sicht, eine Zusammenlegung machbar wäre“, begründete Fraktionsvorsitzender, Gustav Graf von Westarp. Die Walter-Husemann-Schule solle dann der Standort beider Schulen sein. Auch, so Gustav Graf von Westarp, solle das Schulamt eine Stellungnahme abgeben.

Auf Gegenwind mit diesem Antrag stießen die Freien Wähler nicht nur beim Bürgermeister Peer Grützmacher: „Ich halte diesen Antrag nicht für sinnvoll.“ „Dieser Antrag ist aus dem Zusammenhang gerissen. Bildung bedeutet viel mehr. Das in Goldberg in Richtung Bildung etwas getan werden muss, das weiß wohl mittlerweile Jeder“, entgegnete Irene Müller (Die Linke). Die Stadtvertreterin findet es kontraproduktiv, die Zusammenlegung der Schulen dem Haushaltssicherungskonzept zu unterwerfen. „Bildung bekommt hier einen finanziellen Touch. So etwas ist einfach nur oberflächlich“, sagte sie energisch.

Eine Stellungnahme der John-Brinckman-Grundschule wurde noch am Abend der Stadtvertretersitzung verteilt. Die Schulleitung spricht sich vehement gegen eine Zusammenlegung beider Schulen aus und führt Gründe auf, die es zu bedenken gibt: Das Schulgebäude sei grundschulgerecht ausgestattet und biete den Schülern eine ruhige und entspannte Atmosphäre, mit Blick auf die Inklusion müsse die Schule weitere Räume bereithalten, Fachräume müssen entsprechend der Stundentafel zur Verfügung stehen und seit drei Jahren ist auch der Hort im Gebäude am Schützenplatz untergebracht. Somit können die Schüler nach dem Unterricht weiter in der Schule betreut werden. Diesen Punkt merkte auch Peer Grützmacher an. Dennoch wolle die Fraktion Freie Wähler Goldberg, dass eine Zusammenlegung geprüft werde. „Wenn dabei herauskommt, es mache finanziell oder pädagogisch keinen Sinn, dann haben wir es aber geprüft“, so Gustav Graf von Westarp.

Den Antrag, die finanziellen Auswirkungen einer Zusammenlegung beider Goldberger Schulen im Konsolidierungskonzept festzuschreiben, lehnte die Mehrheit der Stadtvertreter ab.


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