Fuchs-Angriffe : Schützenhilfe aus der Jägerschaft

Er sieht so friedlich aus, wenn er versteckt auf der Lauer liegt. Für die Hühnerzüchter in der Plauer Region ist die womöglich in den letzten Jahren ansteigenden Fuchspopulation inzwischen zur Plage geworden.
Er sieht so friedlich aus, wenn er versteckt auf der Lauer liegt. Für die Hühnerzüchter in der Plauer Region ist die womöglich in den letzten Jahren ansteigenden Fuchspopulation inzwischen zur Plage geworden.

Hühnerhalter in der Plauer Region beklagen hohe Ausfälle durch Fuchsangriffe. Grünröcke sind zu verstärkter Präsenz angehalten.

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14. Juli 2015, 21:00 Uhr

Schaut der nicht  irgendwie niedlich aus, dieser junge Fuchs, der neugierig durch die Blätter und dem Fotografen  direkt  in die Linse schaut? Mit seiner stupsige Nase, den Kulleraugen und den buschigen Ohren.Die meisten würden wohl „Ja!“ sagen. Nicht Bernd Westfahl. Der Appelburger findet an dem Jäger  nichts niedlich. Und man kann es dem Mann wohl kaum verdenken: Innerhalb von zwei Wochen verlor er 100 Tiere aus seiner Legehennen-Haltung an den gewieften Rotpelz  (wir berichteten). Und nicht nur er beklagt seit Wochen Verluste in einer nie gekannten Größenordnung. Westphal kennt etliche Hühnerhalter in der Gegend, denen es momentan so ergeht wie  ihm.  

Die ganz jungen Legehennen hält der Appelburger separat. In Ställen, die  noch extra umzäunt sind. Verluste? Nein, die hatte er hier noch nicht. Die registriert Westphal  jedoch regelmäßig bei den älteren Jahrgängen, die er auf einer großen Freifläche hält, die teils mit Netzen überspannt und ringsum  mit einem zwei Meter hohen Zaun gegen Fressfeinde  gesichert sind. Das dachte Bernd Westphal jedenfalls. Die letzten Wochen haben ihn eines Besseren belehrt. Viele Nächte kam der Räuber mit seinen Welpen und veranstaltete seine blutige Jagd. „Und  ich befürchte, er  wird solange kommen, wie er hier noch Hühner weiß“, sagt Bernd Westphal und Resignation schwingt in seiner Stimme mit. Denn angesichts  der zunehmenden Attacken  ist er ratlos. „Ich kann  den Zaun noch  höher  bauen und noch mehr Netze drüber hängen, der Fuchs wird immer einen  Weg finden“, sagt er.  

Wie Bernd Westphal  erhoffen sich viele Züchter (und nicht nur Hühnerzüchter) mehr Schützenhilfe aus der Jägerschaft. Früher, sagt er, seien den Jägern Kopfprämien für erlegte Füchse gezahlt worden. Heute gäbe es die nicht mehr.  

Trotzdem könnte die erhoffte Hilfe kommen. Wie diese aussieht, lesen Sie in der SVZ vom 15. Juli und im ePaper.

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