Lernen in der Natur : Schüler zieht es ins Grüne Klassenzimmer

Das neue Klassenzimmer der Schule am neuen Teich liegt im Freien.  Fotos: Nadja Hoffmann
Das neue Klassenzimmer der Schule am neuen Teich liegt im Freien. Fotos: Nadja Hoffmann

Förderschule am Neuen Teich kann künftig auch im Freien unterrichten. Der neue Lernort ist nun „einzugsbereit“.

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29. März 2015, 22:00 Uhr

Unterricht in der Natur – diesen Wunsch hat sich die Schule am Neuen Teich in Lübz nun erfüllt. Seit vergangener Woche besitzt die Förderschule ein „Grünes Klassenzimmer“, einen Ort, an dem die Schulklassen im Freien ihren Unterricht durchführen können. „Es war der Schule schon lange ein dringendes Anliegen, so einen Lernort auf dem Schulgelände zu errichten“, erzählt Elke Jost von der Förderschule. Mit dem „Grünen Klassenzimmer“ kann der Unterricht entsprechend dem Schulprofil noch besser naturnah gestaltet werden.

Anfang März wurde der Lernort im Freien fertig gestellt. Finanzielle Unterstützung erhielt die Schule vom Landkreis Ludwigslust-Parchim. Der Kreis steuerte 2000 Euro zu dem Projekt hinzu. „Allein die praktischen Tische und Bänke kosten bereits 800 Euro“, so die Lehrerin. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir dieses Projekt nun umsetzen konnten.“ Unterstützung erhielt die Schule auch von der Baufirma, die die Balken und das Dach errichteten und zuletzt die Klasse 10, die für die Verschönerung und das Aufräumen des Außengeländes verantwortlich war. Offiziell eingeweiht wurde der Lernort von Schulleiterin Silke Darnstädt mit Schülersprecher Steve Reimer. Gemeinsam durchtrennten sie das Absperrband. „Es ist so toll, hier draußen gleich neben dem Wald unterrichten zu können“, so die Schulleiterin. „Das Team Schulprofil hat dieses Projekt sehr gut vorbereitet und wird jetzt weiter daran arbeiten, Ideen für den Unterricht zu entwickeln.“

Im „Grünen Klassenzimmer“ können die Schüler in Zukunft gemeinsam mit den Lehrern erlebnis- und aktionsreiche Themen aus den Bereichen Sachkunde, Biologie, Ökologie oder Naturschutz bearbeiten. „Dabei zählt immer der Grundsatz: Nur was ich kenne und schätzen gelernt habe, bin ich auch bereit zu schützen“, fügt Jost hinzu. Die Schule will somit gemeinsam die Umweltbildung verstärken, damit die Schüler noch mehr Verständnis für ihre Umwelt entwickeln und mögliche Folgen besser einschätzen können. Grundsätzlich sei erlebnisorientiertes Lernen in allen Fächern möglich – so kann zum Beispiel das Frühlingsgedicht draußen erlernt, die Schulgartenarbeit in der Theorie und Praxis durchgeführt oder Experimente in der Natur erprobt werden. „Und die Schüler können selbst auch Ideen entwickeln, was wir in unserem Grünen Klassenzimmer noch alles machen können.“ Und vielleicht kam dem einen oder anderen Schüler beim traditionellen Osterfeuer, das im Anschluss an die Einweihung stattfand, ja schon die richtige Idee.

Ganz fertig ist das Projekt „Grünes Klassenzimmer“ noch nicht. Um den Lernort, der an den Spielgeräten der benachbarten Kita liegt, soll es noch grüner und schöner werden. „Hier soll noch eine Hecke gepflanzt werden“, erzählt Elke Jost. Unterstützt wird die Schule dabei von ihrem Kooperationspartner, dem Forstamt Karbow, die mit fachkundigem Rat bei der Bepflanzung zur Seite stehen werden.

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