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„Gesund und fit“ : Schüler erwandern ihre Heimat

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Gesundheitstage an Plauer Klüschenbergschule: Und die Klassen hatten sich ihre eignen fitmachenden Programme zusammengestellt.

Geschafft kamen die Schüler 7a und b auf dem Schulhof der Plauer Schule am Klüschenberg an. Geschafft im doppelten Sinne – müde von der Anstrengung und stolz über das Erreichte: Waren die 40 Schüler doch mit ihren Klassenlehrerinnen Marita Bonk und Bärbel Schubert in Begleitung einiger Eltern in zwei Tagen von Damm nach Plau am See fernab der Chausseen gewandert. Die Aktion war Teil der Gesundheitstage an der Klüschenbergschule, die traditionell seit 2008 nach Ostern unter dem Leitthema „Gesund und fit in die Zukunft“ stattfinden. An diesen Tagen werden verschiedene Projekte durchgeführt, darunter gesunde Ernährung, Sport und Bewegung, Entspannungstechniken, 1. Hilfe, Selbstverteidigung, Kneipp, Nordic Walking, Freiwillige Feuerwehr, Inlineskaten.

In diesem Jahr standen die Gesundheitstage unter dem Motto „Schule in Bewegung“. Die 6c ging in den Kletterpark und wanderte nach Seelust, die 6a beschäftigte sich mit gesunder Ernährung und Karate, die 8b war mit Flexibarstäben und Schrittzählern ihrer Kondition auf der Spur. Die 5a unternahm eine Radtour nach Plauerhagen und besuchte dort die Firma MiFeMa. Die Klasse 10 fuhr mit dem Rad nach Daschow und tanzte. Die 5. Klassen führte eine Schnitzeljagd nach Quetzin.

Die 7a und b nutzten die Tage, um sich im wahrsten Sinn des Wortes „in Bewegung“ zu üben. Mit einem kleinen Rucksack für Getränke und Snacks ging es von Damm nach Parchim, das sonstige Gepäck wurde mit Autos transportiert. Nach der Besichtigung des Brauhauses am Schuhmarkt trennten sich die Wege beider Klassen. Die 7a ging über Neuburg nach Burow, wo sie gegen 18.30 Uhr ankam und wo nach sehr guter Versorgung durch hier wartende Eltern in der ehemaligen Gaststätte übernachtet wurde. Tags darau startete die Schlussetappe. Über die Burower Eldebrücke ging es über Kreien - Karbow - Schlemmin nach Hause. Die 7b lief am Freitag von Parchim zum Fangelturm bei Stralendorf über Greven nach Passow, wo die Übernachtung anstand. Die zweite Etappe ging über die Bobziner Schleuse, wo das Eldewasserkraftwerk besichtigt wurde, und Kuppentin nach Plau am See.

„50 Kilometer wandern und zusätzlich ohne Handy auskommen, das war eine Herausforderung für alle Schüler. Es hat keiner schlapp gemacht, denn wir legten unterwegs genügend Pausen ein. Wir haben an der Elde wunderschöne Natur erlebt“, freute sich Marita Bonk. „Es war eine echte Herausforderung, die Teamgeist erforderte, waren doch Grenzen auszutesten. Die Vorbereitung und Durchführung war nur mit tatkräftiger Unterstützung der Eltern, die ihre Kinder mit Getränken und Essen versorgten, und Sponsoren möglich, dafür einen herzlichen Dank.“ Auf dem Schulhof wurden die Wanderer von den Eltern und einem großen Transparent empfangen: „Geschafft??! Endlich wieder zu Hause“. Auf dem Grill brutzelte bereits das Abendessen als krönender Abschluss der zwei Tage. Ole Dahlenburg fasste die Meinung der Schüler mit den Worten zusammen. „Es war anstrengend, aber ich bin stolz, es geschafft zu haben.“ Der Stolz wird sich bei allen sicher erst nach einiger Zeit einstellen. Zur Erinnerung überreichte Schulsozialarbeiterin Andrea Vienhus jedem ein T-Shirt, auf dem die Stationen des Weges aufgedruckt sind. Schon jetzt dürfte klar sein: Die Aktion hat das Zeug bei Klassentreffen in einigen Jahrzehnten zum Erinnerungen wachrufenden Erzählstoff zu werden.



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erstellt am 29.Apr.2014 | 07:34 Uhr

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