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Klasse Klassik Im Neunten Jahr : Schon morgen entern sie die Bühne

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Das wird Klassik: Nach intensiven Probentagen freuen sich St. Petersburger und Weimaraner Musikschüler auf Konzertreihe in der Region

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erstellt am 13.Sep.2017 | 12:00 Uhr

„Das ist wirklich der Wahnsinn hier.“ Andreas Lehmann, Professor für Violine an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar, ist hin und weg. „Alle sind so nett zu uns, unsere Möglichkeiten für die Proben sind großartig. Und wenn ich das sagen darf - in unserem Quartier werden wir sowas von verwöhnt.“ Der Professor redet von Axinja Zieher, die das Gästehaus an der Bobziner Schleuse betreibt. Seit Jahren schon beherbergt sie das Ensemble junger deutscher und russischer Musikschüler, ihrer Betreuer und Lehrer. Und in schöner Regelmäßigkeit übertrifft sie sich selbst, damit es der Truppe an nichts fehlt.

Der Quedlinburger ist erstmals bei den Deutsch-russischen Jugendkonzerten dabei, die der Verein „Wir leben“ e.V. in diesem Jahr bereits zum neunten Mal für Musikliebhaber in der Region organisiert. Gemeinsam mit seinem St.-Petersburger Kollegen und Klavierlehrer Stanislav Soloviev führt er die 15- bis 18-Jährigen Schüler durch die Proben. Die spielen Solo, in Zweier- oder Dreier-Ensembles. Die Proben sind intensiv. Müssen es sein. Denn es sind keine vier Tage bis zum ersten Konzert am Donnerstag in der Parchimer St. Marienkirche. „Natürlich gibt es Sprachbarrieren“, sagt Lehmann. „Doch die Mädchen und Jungen haben sich schnell gefunden“, kommt schon am zweiten Probentag ein dickes Lob von ihm. Mit Musik Brücken bauen – das war immer das Credo von Larissa Popkowa, Mitarbeiterin der Gartow-Stiftung und somit in den vergangenen acht Jahren Mitorganisatorin dieser Konzertreihe. Schon am zweiten Probentag beweist die eindrucksvoll, dass das in Rekord(bau)zeit möglich ist.

Während Alexander Bolotin (St. Petersburg) und Johannes Daniel Schneider (Weimar) am Flügel in der Lübzer Grundschulaula gerade Brahms Ungarische Tänze vierhändig proben, üben die anderen fünf Musikschüler zu zweit oder für sich hinter verschlossenen Türen. „Am Vormittag können wir hier alle Musikschulräume nutzen. Das ist natürlich super, alldieweil wir neun Stücke in verschiedenen Besetzungen einstudieren müssen“, kommt der Professor aus dem Schwärmen gar nicht raus.

Soloviev und Lehmann wissen, dass die Konzerte hochkarätig werden. Schließlich sind sowohl die St. Petersburger als auch die Weimaraner Schüler Preisträger schon mehrerer Wettbewerbe, meist internationaler. In den Proben schon eine Klasse für sich, werden sie bis zum ersten Konzert noch besser werden“, ist sich der Violinen-Lehrer von der Weimarer Hochschule sicher und bedauert: „Leider werde ich dann nicht mehr mit dabei sein.“ Andere Verpflichtungen beordern ihn an die Hochschule zurück. „Beim Abschlusskonzert in Weimar werde ich aber da sei. „Und ich bin schon gespannt, welche Entwicklung die Sechs bis dahin noch nehmen werden.“

Termine auf einen Blick:

Parchim: 14. September, 18.30 Uhr, Marienkirche; Plön: 15. September, 19 Uhr, Fielmann Akademie Schloss Plön; Plau am See: 16. September, 18.30 Uhr, St. Marienkirche; Wamckow: 17. September, 17 Uhr Kirche Wamckow; Weimar: 19. September, 18.30 Uhr, Schloss Belvedere

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