20 Fragen An... : Schon als Kind kreatives Köpfchen

Petra Steiniger verbringt viel Zeit in ihrem Lädchen.
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Petra Steiniger verbringt viel Zeit in ihrem Lädchen.

Noch einmal alles auf Anfang: Petra Steiniger hat sich mit 50 Jahren selbstständig gemacht und mit ihrem eigenen Lädchen einen Kindheitstraum erfüllt. Im Interview schwärmt sie von ihrem Lädchen und Italien.

svz.de von
19. März 2016, 12:00 Uhr

Mit 50 Jahren hat Petra Steiniger ihr Leben umgekrempelt und ihr Hobby zum Beruf gemacht. In der Steinstraße hat sie sich mit dem Laden „Creativ und Hobby“ selbstständig gemacht. Hier verbringt sie viel Zeit und bietet unter anderem Bastelworkshops an. Das Künstlerische begleitet sie schon seit Kindesbeinen. So hat sie gerne Seidenmalerei gemacht, gestickt und genäht. Mit 16 habe sie ihren ersten Rock genäht, erzählt sie. Auch fertigt sie aus verschiedenen Papieren Geschenk- und Fotoalben an. Ihre Arbeiten zeigt sie auf Messen in der Region. Zwischen den Vorbereitungen für eine Messe in Greifswald, beantwortete sie SVZ-Volontärin Wibke Niemeyer die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Region?

Petra Steiniger: Als gebürtige Schwerinerin zieht es mich immer wieder in die Stadt zurück. Hier gehe ich dann gerne ins staatliche Museum und verbinde den Ausflug mit einem Spazierganz durch den Schlosspark.

Wären Sie Bürgermeister, was würden Sie sofort verändern?

Ich würde die Elde durch die Steinstraße führen lassen. Ich weiß, dass das nicht machbar ist. Wenn Sommer ist, halten sich alle am Wasser auf und die Stadt ist tot. Auch würde ich für eine bessere Beschilderung der Alt- und Innenstadt sorgen. So finden uns auch die Touristen.

Wo kann man Sie in der Region am ehesten antreffen?

In meinem Lädchen. Hier verbinde ich Freude mit Arbeit. In der Freizeit trifft man mich an den Langenhägener Seewiesen an. Hier beobachte ich die Kraniche.

Was wollten Sie als Kind werden?

Geflügelzüchterin. Ich habe ein Kinderbuch gehabt. Da war eine Zeichnung von einem Mädchen mit Hühnern. Das hat mir gefallen.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient und wofür haben Sie es ausgegeben? Mit meinem ersten Mähdrescher-Einsatz. Ich war 18 Jahre. Den Duft von frisch gemähtem Heu rieche ich heute noch gerne. Das verdiente Geld habe ich für eine Waschmaschine ausgegeben. Es war die erste Anschaffung für meine erste Wohnung.

Was würden Sie gerne können?

Italienisch sprechen. Ich liebe Italien als Reiseziel, die italienische Küche und Mentalität. Ich habe schon ein paar Anläufe genommen und Sprachkurse besucht. Aber es ist sehr aufwendig.

Was stört Sie an anderen?

Jeder Mensch hat seine Macken und ich akzeptiere die Menschen, wie sie sind. Was mich stört, ist, wenn Menschen auf Kosten anderer lachen.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

Ich lache furchtbar gern, auch über mich selbst. Es gibt wenige Tage, wo ich nicht lache. Zuletzt habe ich mit meiner Freundin über ein vergessenes Passwort gelacht.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?

Unangeschnallt Auto gefahren.

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Meine Oma Ida. Sie hat sich nach dem Krieg mit drei Kindern durchs Leben geschlagen, hat sogar einen Kriegsflüchtling im Keller versteckt. Davor habe ich Hochachtung.

Welches Buch lesen Sie gerade?

„Ich sehe was und das ist tot“ von Karin Sander. Ich lese gerne Krimis und Fantasyromane.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Gar keine. Ich habe keinen Fernseher. Das ist für mich nicht das Wichtigste. Ich verbringe lieber Zeit in meinem Lädchen. Das tut mir gut.

Wo trifft man Sie eher: Auf dem Fußballplatz oder bei einer Sportübertragung vor dem Fernseher?

Wenn dann bei einer Sportveranstaltung vor Ort: Biathlon in Oberhof oder Fußballspiel von Hansa im Stadion.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Den norwegischen Biathleten Ole Einar Björndalen. Es fasziniert mich, dass er in seinem hohen Alter noch so fit ist. Mit ihm würde ich über Sport und über Weltpolitik sprechen.

Was kommt bei Ihnen auf den Tisch?

Überwiegend Selbstgemachtes: Brot, Nudeln mit Soße. Fertiges aus der Tiefkühltruhe vermeide ich. Frischkäse habe ich immer im Kühlschrank. Damit starte ich in den Tag.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

„Don’t play your Rock’n’Roll to me“. Ich war 15 Jahre und bekam meinen ersten Kuss, als das Lied im Radio lief.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne, und von wem haben Sie es bekommen?

Ich sammle Elefanten. Einen besonders schönen aus Jade-Stein haben mir meine Eltern geschenkt. Es war ein Mitbringsel aus dem Urlaub.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Nach Jordanien in die Stadt Petra reisen. Dort möchte ich mir die wilden Tulpen anschauen, die in den Bergen wachsen.

Was werden Sie als Rentner machen?

Jedes Jahr nach Rom oder nach Florenz fahren.

Wem sollten wir ebenfalls diese Fragen stellen?

Susanne König. Sie ist Töpferin und steht mit beiden Beinen im Leben.

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