Lübz : Schirmkinder zeigen Risse

Die historische Schirmkinder-Plastik wird durch eine exakte Kopie ersetzt.
Die historische Schirmkinder-Plastik wird durch eine exakte Kopie ersetzt.

Die stadtbildprägende Plastik soll möglichst noch in diesem Jahr gegen eine haltbarere Kopie ausgetauscht werden. Das Original kommt ins Museum.

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09. März 2018, 21:00 Uhr

In dem, was Lübz vor allem charakterisiert, stehen sie dem Amtsturm in nichts nach: Die in seiner unmittelbaren Nähe stehenden Schirmkinder auf gleichnamigem Brunnen. 1980 hatte die Brauerei der Stadt die Plastik geschenkt. Die Restaurierung durch die Denkmalpflege Mecklenburg GmbH 1997 finanzierten die Sparkasse Parchim-Lübz und die Stadt.

Das Werk des Mecklenburger Bildhauers Christian Genschow (geboren 1814 in Rostock, gestorben 1891 in Groß-Lichterfelde bei Berlin), dessen Hauptwerk das aus Gips hergestellte Reiterstandbild von Obotritenfürst Niklot am Schweriner Schloss ist, schuf es 1863 aus Zinkguss. Und genau hier beginnen die Probleme: „Wer schon einmal mit diesem Material umgegangen ist, weiß, dass es nicht besonders stabil ist“, sagt Fred-Jan Salomon, Leiter des Fachgebietes Bau bei der Stadt Lübz. „Es bricht relativ leicht, weshalb zum Beispiel durch Steinwürfe Schäden entstanden sind und eine Restaurierung sehr kompliziert ist.“ Hinzu komme die Abnutzung durch das Abbauen im Herbst und Wiederaufstellen im Frühjahr. Diese Aufgabe hat der städtische Bauhof übernommen, wo die Figur über Winter eingelagert wird.

Mittlerweile sei es möglich, durch die so genannte 3D-Technik auch eine Statue wie die Schirmkinder 1:1 aus einem ungleich haltbareren Harz-Verbundstoff zu kopieren, ohne dass dies nach außen hin auffalle. Noch in diesem Jahr soll das rund 25 000 Euro teure Projekt verwirklicht werden. Die originalen Schirmkinder werden im Museum aufgestellt.

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