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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

23. November 2017 | 16:11 Uhr

Goldberg : „Schaurig schöne Bilderwelten“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

So nennt Gast-Kurator Sven Ochsenreither die neue Ausstellung „Eden“ dreier Künstler in der Goldberggalerie von Goldbergkunst. Sie bildet den Auftakt für das Ausstellungsjahr 2016.

Orange, Schwarz, Blau, Neongrün, Rosa, vor allem aber Pink – „Anflug auf Eden“ heißt das großformatige Werk von Sylvia Dallmann, das derzeit in der Goldberggalerie zu sehen ist. Als die Greifswalderin vom Thema der Ausstellung hörte, hatte sie gleich ein Bild von „einem Ort, zu dem man sich hinträumt, Ruhe findet vor Fernsehen, Internet, Telefon und Radio“ vor Augen. Motivwechsel: Ein nackter Mann steht über einem anderen Mann, in der einen Hand hält er einen großen Hammer. Das Bild gibt es mehrfach in der Reihe „25 Arbeiten ohne Titel“. Es sind kleinformatige Werke, Gouache auf Papier von Heyko Dobbertin. Ein kleiner Elefant steht mitten in einem Garten, ein Mann kommt aus einer Tür – das gesamte Bild ist irgendwie aus dem Lot geraten. Es ist eine „Collage ohne Titel“ von Jakob Roepke, dem dritten Künstler der Ausstellung „Eden“. Mehr als 70 Bilder – klein-, wie großformatig – hängen derzeit in Goldbergs Galerie. Sie sind der Auftakt zum neuen Ausstellungsjahr von Goldbergkunst. „Sven Ochsenreither ist nicht nur neues Mitglied“, erläutert Birgit Schröder bei der Ausstellungseröffnung. „Der Kurator Stromberg hat auch gleich einen neuen Kurator aus ihm gemacht.“

Drei Künstler, eine Technik – die Collage –, und „das einende Motiv war plötzlich da..., es bedurfte nur noch eines Gedankensprungs vom Garten zum Paradiesgarten“, erläutert Sven Ochsenreither, für den schon lange feststand, dass er einmal „mit den drei beteiligten Künstlerpersönlichkeiten eine Ausstellung machen möchte“. Für die Greifswalder Malerin Sylvia Dallmann ist die Ausstellung in Goldberg „eine ganz großartige Idee“. Als sie vom Titel, dem Thema der Ausstellung hörte, „hatte ich gleich eine Vision von Garten im Kopf“. Das bunte Bild mit viel Pink. „Das sind alles Farben, die mir selber sehr gut gefallen. Doch, alles was Rosa ist, ist auch ein bisschen komisch“, verdeutlicht Sylvia Dallmann. Landtagsabgeordneter Thomas Schwarz ist das großformatige Bild „Anflug auf Eden“ ebenfalls aufgefallen. Es würde in ein Jugendzimmer passen – wahrscheinlich bei einem Mädchen. Der Sozialdemokrat lobt die außerordentliche Arbeit der Vereinsgründer Gerhard Stromberg und Birgit Schröder. Parteikollege Frank Junge – zum ersten Mal in der Goldberggalerie – kann das nur unterschreiben. „Dass sich hier in Goldberg eine so interessierte Kunstszene trifft, war mir neu. Der Respekt und Dank gilt den Vereinsgründern. Ihre Arbeit ist Ausdruck dafür, wie vielfältig diese Region sein muss.“

Für Künstler und Kurator Sven Ochsenreither ist Goldberg seit dem vergangenen Jahr zu einem ganz besonderen Ort geworden, „ein herausragender Ort, wie eine Oase im nicht gerade kunst- und kulturfreundlichen Mecklenburg-Vorpommern“, sagt er in seiner Rede bei der Ausstellungseröffnung. Die von ihm konzipierte und kuratierte Ausstellung ist für den Besucher eine Herausforderung – wie er selber sagt. „Es sind schaurig schöne Bilderwelten, die uns die drei Künstler hier präsentieren. Und gerade in ihrer Unterschiedlichkeit zeigen sie uns, wie die Kunst und die Künstler – zunächst für sich selbst, aber damit auch immer wieder für uns alle – nach unausgesprochenen Antworten suchen.“ Dallmann, Dobbertin, Roepke – ein Künstler-Trio, eine Technik, ein Motiv – Goldbergs Garten „Eden“ hat geöffnet.

 

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