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Plau am See : Sanierung der Plauer Kaimauer hat begonnen

vom

Die Kaimauer in Plau ist marode, sie sackt ab und muss dringend saniert werden. Die Stadt Plau am See hat dies nun in Angriff genommen.

svz.de von
erstellt am 08.Nov.2011 | 10:15 Uhr

Plau am See | Bei der Plauer Badewannenrallye saßen noch Hunderte Zuschauer auf der Elde-Kaimauer der Strandstraße, um dem feucht-fröhlichen Spektakel nahe zu sein. Was viele nicht wussten: Die Kaimauer ist marode, sie sackt ab und muss dringend saniert werden, was die Stadt Plau am See nun in Angriff nahm.

Am 4. November beendeten drei Taucher der Firma Unterwasserservice Greifswald ihren zweiwöchigen Einsatz an der Plauer Strandstraße. Ihre Aufgabe war es, die Düker, Telefonkabel und Wasserleitungen zu finden, welche die Elde queren. Ihre exakte Lage festzustellen, ist die Voraussetzung für die Rammarbeiten, damit es nicht zu Beschädigungen kommt. Die Bau- und Industrietaucher Günther Dreihucker und Sven Arms stiegen dazu von einem Arbeitsplattform aus bis zu sechs Stunden täglich in die Elde, um die Leitungen mit den Händen zu ertasten. Zwar bekommt jeder Taucher über einen Schlauch Telefonverbindung, Licht und Beatmung, doch am Eldegrund ist es schlammig, man sieht nichts: "Wir müssen das Gesuchte mit den Händen ertasten", berichtete Sven Arms. Die Pressluftflasche auf dem Rücken des Tauchers ist übrigens nur die Reserve für den Notfall. Der Eldegrund wurde bis drei Meter tief ausgespült, die genaue Position mit einem GPS-Sender vermessen, am Ufer mit Farbe markiert und anschließend wieder zugespült. Die Kaimauer ist übrigens mit Gittern abgesperrt worden.

"Es handelt sich um die Vorarbeiten zur Rammung der Spundwand", erläuterte Klaus Baumgart, städtischer Bauamtsleiter. "Die Strandstraße soll so weit wie möglich befahrbar bleiben für die Anlieger. Nur beim Rammen, das von der Seeseite erfolgt, werden einzelne Abschnitte für den Straßenverkehr gesperrt." Den Ablauf der Arbeiten zur Sanierung der Kaimauer schildert Baumgart so: Zuerst werden Metallbohlen eingerammt, damit die Uferkante und der gewachsene Boden nicht absacken. Dann erfolgt der Abbruch der alten Kaikante. Dazu werden die Betonplatten abgenommen, die darunter liegende Holzverschalung herausgezogen und entsorgt. An deren Stelle werden die Metallbohlen eingerammt, welche die neue Kaimauer bilden werden. Ist dies passiert, wird die Sicherheitsspundwand entfernt. Der Gehbereich am Wasser wird neu gepflastert. Das ist die einzige Änderung, denn die Strandstraße bleibt wie sie ist, auch die Hecke zwischen Straße und Gehweg bleibt erhalten.


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