Plau am See : Saisonstart für Bootsfreunde

Ein Paradies für Wassertouristen: Der Plauer See. Auch an diesem Wochenende soll es wieder schönen Sonnenschein geben. Fotos: Michael-Günther Bölsche
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Ein Paradies für Wassertouristen: Der Plauer See. Auch an diesem Wochenende soll es wieder schönen Sonnenschein geben. Fotos: Michael-Günther Bölsche

Nachdem der lange Winter zu Ostern den Start in die diesjährige Wassersportsaison unmöglich gemacht hat, erwartet die Wasserschutzpolizei zu Pfingsten den ersten Ansturm auf dem Plauer See.

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17. Mai 2013, 08:57 Uhr

Plau Am See | Nachdem der lange Winter zu Ostern den Start in die diesjährige Wassersportsaison unmöglich gemacht hat, erwarten die Beamten der Wasserschutzpolizei zu Pfingsten den ersten Ansturm auf dem Plauer See und den Müritz-Elde-Wasserstraße. "Die Wintermonate sind relativ gut überstanden worden, wir hatten keine Aufbrüche von Bootsschuppen zu verzeichnen", so Polizeihauptmeister Karl-Heinz Prahl von der Wasserschutzpolizeistation Plau.

Lediglich in Twietfort waren Kupferdiebe unterwegs. "Dort wurden an Bungalows Dachrinnen und Fallrohre abgebaut und mitgenommen", heißt es. Jetzt aber, wo viele Boote wieder im Wasser liegen, besteht die Gefahr, dass Ausrüstungsgegenstände "verschwinden" oder gleich ganze Boote. "Wir rufen deshalb die Bootseigner sowie deren Freunde und Nachbarn auf, gegenseitig darauf zu achten, dass bei Abwesenheit der Eigner keine Fremden sich auf den Stegen oder gar an den Booten zu schaffen machen", meint Polizeiobermeisterin Loreen Zander. In diesem Zusammenhang verweisen die Beamten auf die Möglichkeit der Codierung des wertvollen Bootszubehörs wie Navigationsgeräte, E-Technik, Anker. Derartige Codieraktionen werden von den Beamten angeboten, in Plau ist dies wieder für Juni geplant. Interessenten sollten sich schon jetzt bei der Polizeistation melden.

Aber ein ganz anderes Phänomen beschäftigt die Beamten derzeit besonders. "Es ist das Nichtbeachten von Vorschriften bei der Vermietung von Booten, da werden die einfachsten Auflagen nicht beachtet", ergänzt Polizeihauptmeister Dirk Uteß. Während private Bootseigner nicht verpflichtet sind, Ausrüstungsgegenstände oder Rettungswesten und Sanitätskasten mitzuführen, ist dies bei gemieteten Booten völlig anders. Die Beamten empfehlen allerdings das Mitführen auch auf den privaten Booten, denn oftmals hilft eine Rettungsweste schon beim Überleben und sollte eigentlich selbstverständlich sein, vor allem für Kinder. Doch bei den gemieteten Booten ist es ganz anders. "Hier gilt auf Bundeswasserstraßen wie dem Plauer See und der Müritz-Elde-Wasserstraße die Sportbootvermietungsverordnung", sagt Uteß und "die gilt für private und gewerbliche Vermieter gleichermaßen". Das bedeutet für Bootsvermieter, - dazu gehören auch Betreiber von Ferienwohnungen oder Ferienhäuser, die nur ein Boot vermieten - dass am Boot ein Kennzeichen angebracht ist und die Bootsführer ein Bootszeugnis mitführen. "In diesem Zeugnis ist u.a. festgehalten, wie viel Personen maximal zugelassen sind, dass für jede Person Rettungswesten vorhanden sind und auch ein Sani-Kasten gehört an Bord", erklärt Zander. Zwar hält sich die Mehrheit an diese Vorschriften, "aber einige eben nicht. Vielleicht wird auch aus Unkenntnis darüber so gehandelt", sagen die Beamten. Doch wie heißt es so schön: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. So kann das Nichtbeachten der Sportbootvermietungsverordnung sehr teuer für den Vermieter werden. Immerhin kann dies ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro und mehr kosten, auch für den Bootsmieter wird es möglicherweise ein Ordnungsgeld nach sich ziehen. Allein in der erst jungen Saison haben die Beamten bereits zwölf Anzeigen wegen des Verstoßes gegen diese Vermietungsverordnung aufgenommen. In den Jahren zuvor waren es drei oder vier. Vielleicht wollen etliche Vermieter mit dem Angebot, ein Boot gehört zur Ferienwohnung/-haus mehr Touristen anlocken, doch sie sollten sich vorab über die entsprechenden Vorschriften informieren. Die Wasserschutzpolizei gibt gerne Informationen dazu. Einen weiteren Hinweis haben die Beamten an die Bootsfreunde, die jetzt ohne Führerschein über die Gewässer fahren. Boote mit bis zu 15 Ps-starken Motoren dürfen deutschlandweit ohne Führerschein genutzt werden. "Nicht jedes Boot ist für diese starken Motoren zugelassen. Da sollte jeder Bootsführer in die entsprechenden Papiere schauen", empfehlen die Beamten.

Dass jeder Bootsführer ohne den Genuss von Alkohol unterwegs ist, setzen die Beamten als Selbstverständlichkeit voraus. "Es gelten die gleichen Promillegrenzen wie beim Kraftfahrer auf der Straße", heißt es und entsprechend sind auch die Strafen. Rechnen müssen die Sportbootführer auch wieder mit Geschwindigkeitskontrollen. Auf der Müritz-Elde-Wasserstraße sind sechs km/h, auf dem Plauer See 25 und im 100-Meter Uferbereich neun km/h zugelassen.

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