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24. November 2017 | 18:04 Uhr

Campingplatz Goldberg : Rutsche und Steg gesperrt

vom

Wieder einmal ist ein Teil des Badestegs und die Rutsche am Goldberger See gesperrt - und das in den Sommerferien. Es ist bekannt, dass der Steg gemacht werden muss. Doch die Stadt bemüht sich nicht.

svz.de von
erstellt am 12.Jul.2013 | 05:20 Uhr

Goldberg | Ramona Dethloff ist wütend: Wieder einmal ist ein Teil des Badestegs und die Rutsche am Goldberger See gesperrt - und das in den Sommerferien. Die Campingplatzbetreiberin findet dies unmöglich. "Es ist bekannt, dass der Steg gemacht werden muss. Doch die Stadt bemüht sich nicht", verdeutlicht Ramona Dethloff ihren Unmut. Auch ihr Mann, Dietmar Dethloff, ist wütend. "In Sachen Tourismus passiert in der Stadt überhaupt nichts", macht er seinem Unmut Luft.

Nur wenige Badegäste halten sich derzeit am Goldberger See auf. Nur einige wenige finden den Weg noch hierher. "Wir kommen gern hier an den See mit unserem Enkelkind. Vor allem auch wegen der Rutsche. Doch das diese jetzt schon wieder gesperrt ist, darüber können wir nur den Kopf schütteln", sagt ein Goldberger sichtlich entrüstet. Bereits zum dritten Mal ist der Steg und die Rutsche gesperrt. "Vor der Saison im April und vielleicht auch noch im Mai hätte die Stadt die Gelegenheit gehabt, das instand zu setzen. Doch wieder einmal ist nichts passiert", heißt es von Goldberger Einwohnern. Hier und da sind rote Punkte oder Striche auf den Holzbohlen zu sehen. Diese markieren die Bereiche des Stegs, die erneuert werden müssen. "Dass der Steg gemacht werden muss, sieht jeder", sagt Ramona Dethloff, die sogar schon einmal mit ihrem Mann selbst in den Steg investiert hat. "Wir haben den Steg schon mal gestrichen, obwohl der Steg städtisch ist."

Vor allem der Eisgang im Winter macht dem Steg immer wieder schwer zu schaffen. Durch Wind werden die Eisschollen gegen die Brücke geschoben. Auch in diesem Jahr war es wieder sehr heftig. Doch nun ist auch die Rutsche mit der dazugehörigen Leiter in Mitleidenschaft gezogen worden. "Kürzlich war jemand hier vom Bauamt und hat sich das angeschaut. Das ganze ist nur noch eine wackelige Konstruktion. Dann wurde einfach dieses Brett vorgemacht, ein Schild dran angebracht und fertig", erzählt die Campingplatzbetreiberin. Rot-weißes Absperrband ist um das Brett gespannt. In großen Buchstaben steht hier: Brücke gesperrt! Betreten verboten! "Mir bleiben schon einige Gäste weg. Denn seien wir mal ehrlich: Gerade in den Ferien hängt vieles von den Kindern ab und wenn dann die Rutsche gesperrt ist, bleiben viele nicht mal mehr eine Nacht", verdeutlicht die Goldbergerin.

Seit 1997 steht der Steg am Anfang des Goldberger Sees. Die Rutsche führt direkt ins kühle Nass. Schon vor längerer Zeit hätte etwas gemacht werden müssen, das weiß auch Harald Triebe. Der staatlich geprüfte Schwimmmeister hat zehn Jahre am Goldberger See gearbeitet. "Da ist einiges im Argen. Zunächst fehlt ein Schild, das den Nicht-Schwimmer-Bereich markiert und noch einiges mehr", erklärt Harald Triebe.

Ramona und Dietmar Dethloff beobachten die Situation schon seit Jahren - und nichts passiert. Ramona Dethloff aber fragt sich eines: "Warum müssen die Ferienkinder jetzt darunter leiden und wann soll die Rutsche und der Steg gemacht werden?" Fragen die zurecht gestellt werden. Noch zwei Wochen bleiben den Kindern, dann müssen sie wieder zur Schule. Und was passiert mit dem Steg und der Rutsche in dieser Zeit? Ein Angebot sei bereits eingeholt, heißt es vom Bauamt. "Der Rutschenturm hat keine Standsicherheit mehr, deshalb mussten wir diesen Bereich erst einmal sperren. Die Querbalken unter der Rutsche sind weggemodert und einige Schrauben sind herausgebrochen. Das muss jetzt erneuert werden. Wenn alles gut läuft, dann soll der Steg und die Rutsche im Laufe der kommenden Woche repariert werden", sagt Anett Voß, Sachbearbeiterin im Goldberger Bauamt, auf SVZ-Anfrage.

Ramona und Dietmar Dethloff sind gespannt, wann die Sperrung aufgehoben wird und das Schild: ,Brücke gesperrt, Betreten verboten verschwindet.

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