Engagement : Rund um die Uhr im Einsatz

Amtsvorsteher Jürgen Kühl bei der Ernennung von Amtswehrführer Danilo Urbutat und seinen Stellvertretern Eberhard Korf sowie Dirk Prieß (v. l.) zu Ehrenbeamten
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Amtsvorsteher Jürgen Kühl bei der Ernennung von Amtswehrführer Danilo Urbutat und seinen Stellvertretern Eberhard Korf sowie Dirk Prieß (v. l.) zu Ehrenbeamten

Die neu gewählte Wehrführung im Amt Eldenburg Lübz ist ernannt. Es gibt den großen Wunsch, dass die Bevölkerung die freiwillig geleistete Arbeit der Feuerwehren mehr schätzt.

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08. April 2017, 05:00 Uhr

Um letztlich hoch qualifizierte Feuerwehrleute auszubilden, wird auch im Amt Eldenburg Lübz mit Nachdruck daran gearbeitet, dringend benötigten Nachwuchs zu gewinnen, sagt Bürgeramtsleiter Thomas Rosenfeldt, als solcher auch für den Bereich Brandschutz zuständig. In der Regel seien die jungen Leute mit großem Eifer und viel Herzblut bei der Sache, doch dann oft der Rückschlag: Wenn es soweit ist, dass jemand in den aktiven Dienst übernommen werden könnte, komme zum Beispiel die Ausbildung dazwischen und der Nachwuchs gehe zumindest der jeweiligen Feuerwehr vor Ort verloren. „Gut ist, dass nach dem neuen Brandschutzgesetz eine doppelte Mitgliedschaft ermöglicht wird“, so der Amtsleiter. „Aktive Kameraden aus anderen Wehren, die zum Beispiel tagsüber in Lübz arbeiten, stehen dann hier für Einsätze zur Verfügung. Das ist sehr positiv. Allerdings ist es nicht so, dass ebenso viele Feuerwehrleute zu uns kommen wie weggehen.“

Wünschenswert wäre eine allgemein größere Wertschätzung der von ihnen rund um die Uhr geleisteten Arbeit. „Alles ehrenamtlich und allein die Zeit, bis die Ausbildung vollendet ist, für die viele sogar Urlaubszeit verwenden – vor all diesen Dingen ziehe ich meinen Hut!“, sagt Rosenfeldt. Dass zum Beispiel nach einem Hausbrand in der Gemeinde Passow alle an dem Löscheinsatz beteiligten Feuerwehrleute von dem Geschädigten zu einem Grillabend eingeladen wurden, komme gut an, sei aber leider die absolute Ausnahme.

Auch in diesem Jahr sei geplant, wieder ein Zeltlager für die sechs Jugendwehren im Amt zu organisieren. Noch gebe es keinen Termin und der Ort stehe auch nicht fest, aber Gespräche laufen. 2016 seien fast alle dabei gewesen, worauf man in diesem Jahr erneut hoffe.


Auch in diesem Jahr Zeltlager geplant


Das Zeltlager, bei dem Spiele angeboten werden und Wettkämpfe stattfinden, dauert von Freitagabend bis Sonntag.

Amtsvorsteher Jürgen Kühl hat den schon vor längerer Zeit turnusgemäß nach sechs Jahren neu gewählten Amtswehrführer Danilo Urbutat und seine Stellvertreter Dirk Prieß sowie Eberhard Korf (wir berichteten) unlängst zu Ehrenbeamten ernannt. Erst mit diesem Schritt beginnt ihre Tätigkeit offiziell. Zeitgleich zu Urbutat, bei nur einer Gegenstimme von 12 Wehrführern aus dem Amt Eldenburg Lübz gewählt, wurde Sebastian Breuel zum neuen Amtsjugendwart bestimmt.

Um an der Spitze aller Feuerwehren stehen zu können, müssen dem Kandidaten die entsprechenden Dienstgrade verliehen worden sein und er hat alle dafür notwendigen Ausbildungsnachweise vorzulegen, informiert Thomas Rosenfeldt, Leiter des Bürgeramtes und als solcher unter anderem auch für den Bereich Feuerwehr zuständig. Kann er die Nachweise nicht beibringen, bestehe die Pflicht, dies binnen zwei Jahren nachzuholen. Urbutat etwa muss in seiner Funktion einer Feuerwehr des Amtes angehören (er ist Stellvertreter in Lübz) und Führer von Gruppen, Zügen sowie Verbänden sein. Zu letzterem muss sich Prieß noch ausbilden lassen.

Die Amtswehrführung unterstütze und berate die einzelnen Feuerwehren, sorge für deren Zusammenarbeit und sei das Bindeglied zur Verwaltung. Während eine Gemeinde dafür verantwortlich ist, die Einsatzfähigkeit sicher zu stellen (etwa durch Bereitstellung funktionierender Technik), liegt diese Aufgabe beim Wehrführer hinsichtlich der Einsatzbereitschaft. „Und das ist besonders am Tag, wenn viele auswärts arbeiten, seit langem ein großes Problem“, sagt Rosenfeldt, der sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen Spitze freue und den bisherigen Amtsinhabern danke. Urbutats Vorgänger Rainer Auras habe auch deshalb nicht wieder für diesen Posten kandidiert, weil er stellvertretender Kreiswehrführer ist.

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