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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

13. Dezember 2017 | 10:24 Uhr

Riesenchaos in Lübz nach Straftat

vom

svz.de von
erstellt am 30.Aug.2013 | 05:34 Uhr

lübz | Heute (Sonnabend) werden die groben Arbeiten auf der Baustelle im Zuge der B 191 von der Kreuzung mit der Goldberger Straße bis zur Brücke über die Müritz-Elde-Wasserstraße beendet. Auf dem etwa 500 Meter langen Abschnitt war vor allem die Deckschicht zu erneuern. In der kommenden Woche werden die Markierungsarbeiten folgen.

Das "totale Chaos" - so Bürgeramtsleiter Thomas Rosenfeldt - gab es in der Nacht zu gestern. Früh morgens wurde er davon unterrichtet, dass bislang noch unbekannte Täter die an den geperrten Nebenstraßen aufgestellte Beschilderung dazu missbrauchten, die Bundesstraße voll abzuriegeln und sämtlichen auf ihr fließenden Verkehr nach links (von Plau am See aus gesehen) beziehungsweise rechts (aus Richtung Parchim) in die Innenstadt umzuleiten - bis hier nichts mehr ging und wo vor allem große Lastwagen an vielen Stellen so gut wie nicht mehr vor und zurück konnten. Relativ schnell bemerkte der Nachtdienst in der Aral-Tankstelle anhand des Rückstaus, dass etwas nicht stimmen kann, weil die bei ihr abgehende Plauer Chaussee gegenwärtig ebenfalls teilweise voll gesperrt ist und der Verkehr über kleine Nebenstraßen umgeleitet wird. Unzählige Anrufe gingen auch bei der Straßenmeisterei ein.

"Den Tätern ist mit Sicherheit nicht einmal ansatzweise bewusst, dass es sich hier um keinen kleinen Scherz, sondern ganz klar um eine Straftat handelt, mit der sich jetzt der Staatsanwalt beschäftigt", sagt Rosenfeldt. Die offizielle Bezeichnung lautet "gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr", für den Anzeige bei der Polizei erstattet wurde. "Eine Umleitungsstrecke muss dafür geeignet sein, den zu erwartenden Verkehr aufnehmen zu können", so der Amtsleiter. Erst nach entsprechenden Absprachen mehrerer beteiligter Institutionen genehmige die Straßenverkehrsbehörde die Aufstellung jedes einzelnen Verkehrszeichens. Beschriebenes Vorgehen in der Nacht zu gestern kann mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden. Da einige mit ihrem Vorgehen immer wieder auch in Internet-Foren protzten, richte die Polizei ihre Augen ebenfalls darauf.

Längere Staus gab es unabhängig vom Schildermissbrauch auch gestern Morgen. Dazu sagt ein Mitarbeiter der mit der Absperrung betrauten Firma: "Natürlich behindern auch die Baufahrzeuge den Verkehrsfluss. Aber zu einem sehr großen Teil verursachen die Kraftfahrer die Schwierigkeiten selbst. An den Baustellenampeln sind kleine Sender angebracht. Wird nicht nah genug an die Ampel herangefahren, vor ihr zu weit links gehalten oder bei Grünlicht nicht schnell genug an- beziehungsweise mit zu großem Abstand zum Vordermann weggefahren, meldet der Sender, dass keine Autos an der Ampel stehen und schaltet eher auf Rot, als es richtig ist. Das ist aber natürlich auch der Fall, wenn Leute noch bei Rot rüberfahren und dadurch den Gegenverkehr zwingen, stehen zu bleiben."

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