Großraum Parchim : Richtig Glück im Unglück gehabt

Dieser Autofahrer und seine Beifahrerin kamen mit dem Schrecken davon.
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Dieser Autofahrer und seine Beifahrerin kamen mit dem Schrecken davon.

Unwetter am Sonnabend: Die Freiwilligen Feuerwehren aus der Region hatten am Wochenende viel zu tun

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26. Juni 2016, 21:00 Uhr

Einen großen Schutzengel hatten am Sonnabend zwei Autofahrer, die gerade auf der Verbindungsstraße von Woeten zur Landesstraße 16 unterwegs waren, als ein gewaltiger Sturm über die Region hereinbrach und reihenweise Bäume auf die Fahrbahn stürzen ließ: Während ein Autofahrer aus Parchim und seine Beifahrerin mit ansehen mussten, wie jeweils vor und hinter ihrem Fahrzeug ein Baum herunterkrachte, wurde ein anderer Pkw von einer Baumkrone getroffen. Niemand kam zu Schaden, der Schreck saß allen Beteiligten verständlicherweise mächtig in den Gliedern. Bei den Bergungsarbeiten bekamen die Feuerwehrkameraden Unterstützung vom privaten Forstunternehmer Schröder aus Lenschow. Mit schwerer Technik wurden die Bäume von der Fahrbahn geräumt.

Voll gelaufene Keller, überflutete Straßen und umgestürzte Bäume hielten am Sonnabend Abend nach dem schweren Unwetter die Freiwilligen Feuerwehren der Region in Atem. Privaten Regenmessungen zufolge sollen an einigen Stellen innerhalb weniger Minuten mehr als 45 Liter pro Quadratmeter herunter gekommen sein.

Logisch: Die Helfer konnten nicht überall gleichzeitig sein. Viel zu tun gab es vor allem im Bereich entlang der Landesstraße 16 zwischen Darze – Mestlin, an der Kreisstraße 117 Grebbin und Granzin sowie an der Verbindungsstraße nach Woeten. Allein in diesem Bereich waren 62 Kameraden aus den Feuerwehren Obere Warnow, Mestlin, Zölkow, Granzin-Greven, Parchim, der B-Dienst des Amtes Parchimer Umland sowie etliche Helfer im Einsatz. Auch in Herzberg bekamen die Einsatzkräfte private Verstärkung: Mit Hilfe eines gewerblichen Hub-steigers konnten die Kameraden aus Granzin-Greven einen Baum vom alten Feuerwehrgerätehaus holen.

Große Linde kracht auf Wohn-Stallgebäude

Auf der Kreisstraße 117 kämpften sich die Kameraden mit der Motorkettensäge von Grebbin und von Granzin aus durch. In Wozinkel krachte eine große Linde auf ein kombiniertes Wohn-Stallgebäude. „In dem Stall befand sich eine tragende Stute. Sie hat aber auch nur einen Schreck bekommen“, schildert die Bewohnerin erleichtert. Die Kameraden der Parchimer Wehr rückten hier mit der Drehleiter an und holten den Baum Stück für Stück vom Haus. Ein Landwirt musste einen durch umgestürzte Bäume beschädigten Weidezaun reparieren, damit die Kühe nicht auf die Straße laufen. Kaum glauben konnten die Freiwilligen Helfer, dass einige Autofahrer tatsächlich versuchten, für die Zeit der Bergungsarbeiten gesperrte Straßen zu durchfahren oder mit ihrer Ungeduld die Einsatzkräfte nervten.

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