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Idee soll Stadt (wieder-)beleben : Rettung für Goldberg

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Ein Verein hat zu Ostern gezeigt, dass die Stadt Goldberg etwas zu bieten hat: der Verein Goldbergkunst, der seine erste Ausstellung in der Langen Straße eröffnete und damit viele Besucher in die Mildenitzstadt lockte.

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erstellt am 11.Apr.2012 | 09:57 Uhr

Goldberg | Ein Verein hat um Ostern herum gezeigt, dass die Stadt Goldberg etwas zu bieten hat: der Verein Goldbergkunst, der seine erste Ausstellung in der Langen Straße eröffnete und damit viele Besucher in die Mildenitzstadt lockte. Auch ein zweiter Verein will nun dafür sorgen, die Stadt nach vorn zu bringen, muss aber erst noch aus der Taufe gehoben werden: der kurz vor der Gründung stehende Verein "Pro Goldberg". Noch ist dieser Name nur ein Arbeitstitel, doch schon bald soll der Name des Vereins ein feststehender Begriff in Goldberg sein,

In einem Schreiben wirbt Bürgermeister Peer Grützmacher um Mitstreiter. "Eigentlich bin ich niemand, der gerne über ungelegte Eier redet", sagt der Bürgermeister zwar, doch über die Idee des Vereins spricht das Stadtoberhaupt trotzdem gerne. Geplant sei ein Verein, der in der Lage sei, die Arbeit kleinteiliger Fördervereine zu bündeln. Den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Goldberg gibt es nicht mehr, auch dem Museum stünde ein Förderverein gut zu Gesicht. Allein: Auch hier gibt es keinen solchen. Viele verschiedene (Kleinst-)Fördervereine zu gründen, davon hält Grützmacher nichts. Ihm schwebt ein Dachverein vor, der sich mit bürgerschaftlichem Engagement dem Wohl der Stadt widmet und sich mobil auf ganz verschiedenen Eben einsetzt.

"Freiwillige Leistungen der Städte und Gemeinden werden bei angespannter Haushaltslage wie jener in Goldberg innerhalb der kommenden Jahre immer schwerer zu stemmen sein", prophezeit Grützmacher. Deshalb sei es wichtig, schon vor möglichen Streichungen tragfähige Alternativen zu schaffen.

Auch in finanzieller Hinsicht hält Grützmacher den Verein in spe für äußerst sinnvoll. "Für einen Förderverein ist es bedeutend einfacher, an Förder- und Stiftungsgelder zu kommen als für eine Kommune", ist sich der Bürgermeister sicher. Es sei wichtig, in diesem Punkt an einem Strang zu ziehen. "Pro Goldberg" soll bürgerschaftliches Engagement bündeln und die Kräfte der Stadt mobilisieren. Aber der Verein soll auch Gelder beschaffen, um Projekte am Leben zu erhalten und den Problemen der kommunalen Finanzen zu begegnen. Für die immer schwieriger werdende Lage solle ein Lösungsvorlauf geschaffen werden.

Denn Lösungen sind dringend erforderlich. Beispiel Museum: Es hat eine Sanierung bitternötig. Da es nicht im Sanierungsgebiet liegt, kommen Mittel aus der Städtebauförderung allerdings nicht in Frage. Die Stadt selbst hat keine Rücklagen, um das Gebäude in Eigenregie zu renovieren. Eine Aufgabe des neuen Vereins wird es demnach sein, Mittel über Förderprogramme und Stiftungen zu bekommen. Insgesamt sei es das Ziel, aus dem Wenigen viel für Goldberg zu machen.

Interessierte an dem Verein gibt es bereits. "Auf zehn bis 20 potenzielle Mitglieder hoffe ich", sagt Grützmacher. Ein Problem sei es allerdings, Verantwortliche zu finden. Der Bürgermeister selbst möchte nämlich nicht in Vorstand des Vereins sitzen. Ob sich Menschen finden, die Verantwortung für den Verein übernehmen wollen, das soll sich auf der Gründungssitzung noch in diesem Monat zeigen. "Einen Satzungsentwurf gibt es bereits", sagt Grützmacher.

Dass bürgerschaftliches Engagement in Goldberg mehr und mehr zum Thema wird, hat die Übertragung der Bibliothek in die ehrenamtliche Arbeit gezeigt. "Wir haben mit diesem Schritt bisher sehr gute Erfahrungen gemacht", unterstreicht der Bürgermeister. Ob auch die Gründung des Vereins "Pro Goldberg" im Nachhinein als Erfolg betrachtet wird, das muss allein die Zukunft zeigen.

Wer Interesse an dem Verein hat oder selbst mitmachen möchte, kann sich im Goldberger Bauamt unter Telefon 038736- 82054 melden.

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