Investition : Reparatur, bevor der Frost kommt

Wenn Löcher im Asphalt nicht rechtzeitig repariert werden, droht unter Umständen die Gefahr, die gesamte Straße erneuern zu müssen.
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Wenn Löcher im Asphalt nicht rechtzeitig repariert werden, droht unter Umständen die Gefahr, die gesamte Straße erneuern zu müssen.

Die Gemeinde Gehlsbach lässt die zweieinhalb Kilometer lange Straße von Quaßliner Mühle über Quaßlin nach Wahlstorf instand setzen.

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06. September 2017, 05:00 Uhr

Nach Auskunft von Hanni Stolper, Bürgermeisterin der Gemeinde Gehlsbach, sei die Kommune gezwungen gewesen, die Reparatur der von Quaßliner Mühle über Quaßlin nach Wahlstorf führenden, etwa zweieinhalb Kilometer langen Straße einzuleiten. Die Belastung durch viele ungleich schwerere landwirtschaftliche Technik als früher wie auch normaler Verschleiß hätten diesen Schritt nötig gemacht. Das günstigste abgefragte Angebot lag bei rund 7000 Euro, der Auftrag wurde bereits erteilt.

Die Arbeiten bezeichnet die Bürgermeisterin auch als Daseinsvorsorge für einzeln in großer Entfernung lebende Einwohner, die auf die Verbindung angewiesen seien. „Unsere Kommune besteht aus sechs Ortsteilen, die weit auseinander liegen“, sagt Hanni Stolper. „Insgesamt müssen wir etwa 60 Kilometer Straße im Auge behalten. „Für eine Maßnahme wie diese muss Geld da sein! Wir bauen schließlich keinen neuen Weg in den Wald, wo niemand wohnt. Ich scheue mich auch nicht, Anliegen dieser Art der Kommunalaufsicht gegenüber zu vertreten und meinen breiten Rücken dafür hinzuhalten.“

Genannter Straßenabschnitt war bis kurz nach der Wende noch ein unbefestigter Waldweg. Anfang der 1990er-Jahre wurde er asphaltiert, weil hier unter anderem der Schulbus verkehrte. „Umsetzen konnten wir die Maßnahme vor allem auch deshalb, weil es viele Fördermittel gab“, so die Bürgermeisterin. Ein massiver Unterbau sei damals allerdings nicht geschaffen worden, so dass man jetzt zu einer schnellen Reparatur gezwungen sei: „Wenn wir die Straße so lassen, wie sie jetzt ist, und sie bei Frost großflächig aufbricht, muss sie komplett erneuert werden, woran schon aus Kostengründen für uns nicht zu denken ist.“ Die Gemeinde sei nicht einmal in der Lage, aus den ihr zur gegenwärtig zur Verfügung stehenden Einnahmen alle Pflichtaufgaben zu erfüllen, aber für die schon genannten 7000 Euro für die zu leistende Straßenreparatur nehme man einen zusätzlichen Kredit auf – nicht widerwillig, sondern aus Überzeugung.

Die Reparaturstellen seien bereits gekennzeichnet. Als erfreulich bezeichnet Hanni Stolper das Verhalten der im Zusammenhang mit der Baumaßnahme angesprochenen Firmen. Alle hätten die von ihnen verlangten Kosten problemlos abgegeben.

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