In Dobbertin röhrten italienische Boliden : Rendezvous für schwere Motorräder

Angeführt von Guzzi-Peter startete die Ausfahrt
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Angeführt von Guzzi-Peter startete die Ausfahrt

Italienische Bikes röhrten in Dobbertin: Im Klosterdorf trafen sich am Wochenende 70 Liebhaber schwerer Motorräder zur gemeinsamen Ausfahrt. Diese war aber durch Regen getrübt.

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10. September 2012, 09:40 Uhr

Dobbertin | Zum zweiten Mal veranstaltete die Kloster-Gemeinde ein Treffen für Liebhaber italienischer Motorräder. Organisatoren waren wieder die Moto-Guzzi-Freunde, allen voran der Guzzi Peter und der Guzzi Jörg. Hinter diesen beiden Namen stecken Jörg Audorsch und Peter Manthey.

Manthey fährt schon seit einem halben Jahrhundert Motorrad. Zu seinen Lieblingsfahrzeugen zählte auch eine BMW, wofür der Lübecker in den 80er Jahren Motorradgottesdienste ins Leben gerufen hatte. Doch seit elf Jahren hat es ihm die Moto-Guzzi besonders angetan, weil die Zylinder ihres Motors V-förmig anggeordnet stehen und die Motorkraft ohne Umlenkgetriebe auf die Kardanwelle übertragen wird.

Zum ersten Mal sah Jörg Audorsch in Afrika eine Moto Guzzi und war sogleich hellauf begeistert - von der Technik ebenso wie vom Aussehen. Sein erstes Morrad aber war eine "Pannonia" aus ungarischer Produktion. "Mehr konnte ich mir damals nicht leisten."

Am Freitagabend trudelten nur wenige Italo-Fans ein - es war einfach zu regnerisch. Die Ausfahrt am Sonnabend gönnten sich aber bereits knapp 40 Biker. Peter Manthey führte sie über Plau und vonb dort über Malchow an die Müritz. Auch Bürgermeister Dirk Mittelstädt, ließ es sich nicht nehmen, daran teilzunehmen - wenn auch nur als Passagier in einem Seitenwagen. Ebenso tapfer wirkte sein Sohn Malte, der es sich ebenfalls in einem Beiwagen bequem gemacht hatte. Leider waren weite Passagen der Ausfahrt völlig verregnet.

Unterstützt werden die Guzzi-Freunde nicht nur vom Bürgermeister, sondern auch vom Hotel "Zwei Linden". "Wir sind sehr dankbar dafür, dass an diesem Wochenende von dort wieder einmal die Bewirtung übernommen wurde, weil wir auf Ausfahrt waren", lobte Guzzi Peter. Für die Zurückgebliebenen gab es einige Spiele, wobei Weitwerfen mit einem echten Motorrad-Zylinder ganz oben auf dem Programm stand.

Am Samstagabend wurde gefeiert. Dazu spielte die Rostocker Formation "Rock Machine" auf. Mit Katja aus Neumünster wurde eine "Miss Italo" gekürt. Ralf Schneider (72) bekam einen Pokal als ältester Teilnehmer, ein Westfale wurde für die weiteste Anreise prämiert (700 Kilometer).

"Das Italo-Treffen soll zu einer regelmäßigen Veranstaltung werden und immer am ersten Wochenende im September stattfinden", erklärte Peter Manthey. Auch 2013 werden dann Maschinen mit so klangvollen Namen wie Agusta, Laverda,Gilera, Bimota, Moto Morini, Ducati, Aprilia, Benelli und Guzzi in Dobbertin willkommen geheißen.

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