Sommer, Sonne, Sonnenbrand : Renaissance des Strandbads

Ferien und Fußballfreie Zeit: Jeremy, Raven, Deniz und Tom, die mit ihrer C-Jugendmannschaft des Plauer FC in diesem Jahr Meister wurden, sind oft und gern in der Badeanstalt Plötzenhöhe.
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Ferien und Fußballfreie Zeit: Jeremy, Raven, Deniz und Tom, die mit ihrer C-Jugendmannschaft des Plauer FC in diesem Jahr Meister wurden, sind oft und gern in der Badeanstalt Plötzenhöhe.

Neue Pächter zufrieden: Plauer Badeanstalt verzeichnet in diesem Jahr erstmals wieder Besucherzuwachs

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04. August 2016, 21:00 Uhr

Jeden Tag Sonne, um die 26 Grad, weiße Wölkchen unter strahlend blauem Himmel, dazu ein laues Lüftchen und (ab-)kühlende Fluten – wenn so das Ferien-Wetter am Plauer See aussähe, wäre das ein Traum. Jeremy, Raven, Deniz und Tom – vier Spieler der C-Jugend beim Plauer FC, die in diesem Jahr den Meistertitel holten – sind trotzdem bei jeder sich bietenden Gelegenheit genau in der Plauer Badeanstalt. „Tom und ich kommen aus Meyenburg. Die fast 17 Kilometer mit dem Rad sind überhaupt kein Problem, wir kommen gern her“, sagt Jeremy. „Und jetzt, wo das Bad neue Pächter hat, ist es hier viel schöner. Die Liegewiese ist sauber, auch der neue Steg. Früher lagen im Wasser manchmal sogar Scherben. Das gibt’s heute nicht mehr. Echt, wir finden es toll hier“, pflichtet Raven seinem Fußballkumpel bei. Dann schnappen sich die vier Jungs die Badesachen und ab geht’s. „Vielleicht paddeln wir nachher auch noch. Da drüben kann man nämlich auch Boote mieten“, ruft Deniz und deutet hinter die beplankte Steganlage. Dann verschwindet er wie seine Freunde im Wasser.

Es ist ein Tag mit reichlich Betrieb auf dem umfriedeten Gelände in Plötzenhöhe. Als der Planet brannte, selbst im Schatten unter 32 Grad nichts zu machen war, war es noch voller. Viel Arbeit für Tom Kaßler und seine Tochter Jessica Hameister, das engagierte Pächter-Duo der städtischen Badeanstalt. Beide hatten eingangs der Saison viel in das (ziemlich abgewrackte Objekt) investiert. Jetzt steht Papa in der Küche, Jessica am Tresen. Und die Schlange der hungrigen und durstigen Badegäste reißt nicht ab. Tom Kaßler freut sich. Er hatte gehofft, dass sich all ihre Mühen auszahlen würden und Plaus Badeanstalt endlich wieder zu dem Magneten wird, der sie einst war. „Am Anfang waren wir skeptisch, mittlerweile kann ich sagen, wir werden angenommen, auch von den Plauern“, resümiert er erfreut. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Wenn Vater und Tochter das Bad um 10.30 Uhr öffnen, sind sie schon zweieinhalb Stunden fließig gewesen. Sauberkeit auf dem Gelände und die gut florierende Küche machen sich eben nicht von allein. „Und wenn dann an sonnigen Tagen die Wiese voll ist, schlägt das Pächterherz höher“, sagt Tom Kaßler und hofft, dass der Sommer noch einige Asse aus dem Ärmel ziehen wird.

Marco Schabbel, Rettungsschwimmer bei der DRK-Rettungswacht, freut sich über die Renaissance der Plauer Badeanstalt. „Ist wirklich alles super in Ordnung hier und wir hatten noch nie so optimale Bedingungen wie jetzt“, schwärmt der junge Mann aus Lübz. Er oder einer seiner Kollegen sichern den Badebetrieb täglich zwischen 11.30 und 18.30 Uhr ab und sie alle haben die „Lizenz“ um vor Ort Seepferdchen und Bronze abzunehmen.

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