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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

25. September 2017 | 21:00 Uhr

Kritzow : Reiterferien – Auf dem Weg zur Prüfung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Gestüt Lindenhof in Kritzow bietet Reitlehrgang an

von
erstellt am 28.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Langsam schreitet das Pony voran. Ronja führt es am Strick, wendet groß und dann geht’s über die Rampe in den Anhänger. Ganz behutsam und langsam – Hufe für Hufe, sozusagen. Die Teilnehmer des diesjährigen Reitlehrgangs auf dem Gestüt Lindenhof in Kritzow sind schon mittendrin – in der Theorie. Die Praxis folgt später am Nachmittag. Am zweiten Tag des Lehrgangs waren die Mädchen und Jungen bereits im Gelände – leider bei strömenden Regen. „Sie haben Entlastungssitz und Springsitz im Gelände geübt“, erklärt Rudolf Wendler, der Gründer des Gestüts Lindenhof in Kritzow. Vorne weg ist seine Frau Jana Wendler, ausgebildete Pferdewirtschaftsmeisterin, geritten.

Heute pfeift der Wind von der Seite durchs große Eingangstor – noch bis nächste Woche Dienstag wird gepaukt, Grundlagen des Reitens, in der Theorie und der Praxis. Aufsatteln, Pferd putzen, Sattelkunde, Anatomie des Pferdes... Den Kindern wird in Kritzow nicht nur das Reiten beigebracht, sondern Basiswissen für jeden Pferdeliebhaber an die Hand gegeben.

Die angehenden Reiter – unter ihnen sind schon einige mit Vorerfahrung – stehen bereit. Jeder kommt mal dran. Wer ein Reiter sein will, muss klein anfangen. Und zwar bei der Theorie. Das gehört nun mal dazu. Rudolf Wendler weiß, worauf es ankommt, schließlich ist er auch Turnierrichter. Beim Verladen eines Pferdes auf einen Anhänger kann viel schiefgehen, deshalb wird auch das immer wieder geübt. „Du musst die Stange gleich wieder hinter dem Pferd schließen“, sagt Rudolf Wendler zu Nik. „Sonst haut dir das Pferd wieder ab.“ Alles schon vorgekommen. Aufladen, Stange schließen, Anbinden – ein Ritual in drei Schritten.

Mit Ferienbeginn startete der Kurs. „Die Kinder machen verschiedene Abzeichen. Einige waren schon im vergangenen Jahr dabei, die gehen dann eine Klasse höher“, erklärt Pferdeliebhaber Rudolf Wendler. Ein Pony oder Pferd richtig zu verstauen gehört ebenso dazu, wie den Anhänger richtig ans Auto zu bekommen. „Das Abreißseil darf nicht fehlen“, sagt Laura. Und warum nicht? „Damit die Bremse zuzieht“, erklärt sie weiter. Richtig. Auch die Lichter müssen vor dem Start kontrolliert werden. Wer später bei einem Turnier antreten möchte, muss einiges verinnerlichen. „Wogegen muss ein Turnierpferd immer geimpft sein?“, fragt Rudolf Wendler seine Schützlinge. Gegen Influenza. Alle sechs Monate muss die Impfung erneuert werden. Fehlt diese, droht bei Turnieren der Ausschluss. Damit es dazu nicht kommt, wird gelernt – mit Jana Wendler. Sie erklärt den Teilnehmern den Pferdepass, den sogenannten Equidenpass. „Könnt ihr mir einmal die Lebensnummer eures Pferdes sagen. Wo steht diese?“ Soweit blättern im Pass brauchen die Mädchen und Jungen gar nicht. Ganz vorne auf dem Pass steht eine lange Nummer. „Die letzten beiden Ziffern geben den Geburtsjahrgang an“, erläutert Jana Wendler. Wenn am kommenden Mittwoch der Prüfungsrichter kommt, muss alles sitzen – Theorie und Praxis. Vor allem aber die Reiter – und zwar fest im Sattel.  

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