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Aktion Offene Gärten : Reise an Kraftorte und Kultstätten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Duftige Kräuter, bunte Blumen und die Vielfalt der Schmetterlinge / Wangeliner Garten mit besonderen Aktionen bei Offenen Gärten MV

Am 28. und 29. Juni findet in Mecklenburg-Vorpommern wieder die Aktion Offene Gärten statt. Mehr als 130 Gartenbesitzer gewähren dann Einblicke in ihre grünen Gartenreiche. Klar, dass in dieser illustren Runde Mecklenburgs größter Kräutergarten, der Wangeliner Garten, nicht fehlen darf und das Team um Gartenchefin Kerstin Breuer hat sich einiges einfallen lassen.

Der Wangeliner Garten wurde durch den Verein zur Förderung angemessener Lebensverhältnisse, kurz FAL e.V., zu Beginn der 1990er Jahre mit fachlicher Unterstützung des Bundesamtes für Naturschutz ins Leben gerufen. Mehr als 900 verschiedene Pflanzenarten gedeihen heute auf dem rund 15 000 m² großen Areal. Dabei ist der Wangeliner Garten weit mehr als nur ein Kräutergarten. Davon zeugen neben den verschiedenen Kräuterabteilungen Bereiche wie der Duftgarten, der Schmetterlingsgarten sowie ein Bereich mit Bionikpflanzen oder die Abteilung der Trick- und Zauberpflanzen. Direkt an den Garten grenzt mit dem Weidenlabyrinth, der Zauberblume und dem begehbaren Maulwurfshügel eine ungewöhnliche Spiellandschaft. Hinzu kommt das Projekt Morgenland des FAL e.V. in dem phantasievolle, innovative Lehmbauten entstehen. Auch das Gebäude des Wangeliner Gartens selbst ist ein ungewöhnlicher Lehmbau mit Gründach.

Doch zurück zum Wangeliner Garten: Das herrliche Gartenreich ganz im Süden Mecklenburgs öffnet auch an diesem Wochenende für Besucher seine Pforten von 10 bis 18 Uhr. Um 11 Uhr und um 14 Uhr gibt es Führungen zum ermäßigten Preis. Neben der einen oder anderen Anregung für den eigenen Garten wird dabei viel Wissenswertes aus der Pflanzenwelt vermittelt.

Der Samstagabend wird dann um 18 Uhr mit einer Vernissage und Klangmeditation von Martin Breuer zur Photoausstellung „Tanz der Steine“ eingeleitet. Die Photographien von Dr. Sebastian Hesse-Kastein nehmen Sie mit zu ganz besonderen Orten, die schon für unsere Vorfahren vor tausenden von Jahren von Bedeutung waren. Die Ausstellung lädt ein zu einer photographischen Reise zu Kraftorten und Kultstätten.

Anschließend nimmt Sie um 20 Uhr der Kreisnaturschutzbeauftragte Udo Steinhäuser mit zu einer fotografischen Reise durch die Region. Sein Vortrag stimmt ein auf den abendlichen Höhepunkt. Dann nämlich wird der Plauer Entomologe Monty Erselius im Wangeliner Garten unterschiedliche Spezialleuchten, weiße Bettlaken und seltsam anmutende Gazetürme aufbauen, um Nachtfalter ins Licht zu locken.

Während die herrlichen Tagfalter uns allenthalben erfreuen, bleiben Nachtfalter im wahrsten Sinne des Wortes oftmals im Dunkeln. Doch nun Ende Juni werden sich sicher zahlreiche Nachtfalter von den UV- und Schwarzlichtlampen des Schmetterlingsexperten anlocken lassen. So erhält man einmalige und ungewöhnliche Einblicke in das Nachtreich der Falter. Auch für den Experten wird es spannend, denn auch er kann nur schwer voraus sagen, welche Arten sich zeigen werden. Neben den diversen Eulenfaltern und Spannern hofft der Fachmann ganz besonders auf imposante und attraktive Schwärmerarten. Viele der Falter dieser Nachtfalterfamilie haben einen besonders langen Saugrüssel, mit dem sie in lange Pflanzenkelche eintauchen können, um den begehrten Nektar zu saugen. Oft stehen die pfeilschnellen Schwärmer wie Kolibris mit schnellem Flügelschlag in der Luft vor den Blüten. Dabei sind sie häufig wunderschön gezeichnet. Nachtfalter sind so viel mehr als die volkstümlichen Motten. Monty Erselius wird versuchen, uns die Vielfalt, Schönheit und Faszination der Nachtfalter näher zu bringen. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, an diesem Abend einen Gartenausflug in das nächtliche Falterreich zu unternehmen. Gartenkoch Aaron Schoder hält leckere, ganz frische Gartensalate und Tees bereit. Aber auch ein Gläschen Wein oder ein „Gerstensaft“ kann in dieser lauen Falter-Sommernacht im Wangeliner Garten beim Schmetterlinge gucken genossen werden. Und wer weiß, vielleicht kommt ja dann der Eine oder Andere beim Anblick der tollen Schwärmer so richtig ins schwärmen?


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