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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

11. Dezember 2017 | 16:28 Uhr

Plau am See : Rechnung kommt – so oder so

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Plauer Städtebausanierung steht kurz vor dem vor Abschluss. Stadt favorisiert Ablösevereinbarung mit Grundstückseigentümern. Die Alternative wären Bescheide und die wären für die Stadt auf alle Fälle verlustreich.

von
erstellt am 02.Sep.2014 | 20:45 Uhr

1992 war’s, als Plau am See ins Städtebauförderprogramm des Landes aufgenommen wurde. „Mittelalterlicher Stadtkern“ heißt der städtebauliche Rahmenplan, den die Stadtvertretung damals beschloss und der seither die Rahmenbedingungen für viele öffentliche aber auch zahlreiche private Sanierungsvorhaben festschrieb. Jetzt naht der Abschluss der Maßnahme und mit ihm die Schlussrechnung.

Dass die kommen würde, war Verwaltung und Vertretung lange klar. Daher war man auch beizeiten in die Offensive gegangen, um sogenannte „Ablösevereinbarungen zur Ausgleichsbetragserhebung“ mit den jeweiligen Grundstückseigentümern zu treffen. Warum das gemacht wird, erklärt Plaus Bürgermeister Norbert Reier: „Im Ergebnis der Sanierungen haben sich auch die Bodenwerte der Grundstücke erhöht.“ Diese Wertsteigerungen, die mit Hilfe von Städtebaufördermitteln zustande gekommen ist, sind es, für die Eigentümer privater Grundstücke zur Kasse gebeten werden. Zurzeit noch auf freiwilliger Basis, weshalb die Stadt wiederholt die involvierten Grundstückseigentümer eingeladen hatte, um über die Ablösevereinbarungen zu informieren. „Diese Vereinbarungen haben den Vorteil, dass das daraus erlöste Geld noch in die Städtebausanierung mit einfließt“, sagt Norbert Reier und hofft darum, dass sich viele daran beteiligen werden. Ernsthaft darüber nachzudenken lohnt auf alle Fälle: Nach Abschluss des Städtebauprogramms in Plau müssen sämtliche aus der Förderung realisierte Maßnahmen schlussgerechnet werden. Die Stadt muss quasi gegenüber dem Landesförderinstitut Rechenschaft ablegen, wie die Gelder in den letzten 22 Jahren verbaut worden sind. Der Unterschied zu heute ist: Nach Abschluss des Programms wird die Rechnung aufgemacht - so oder so. Nur werden dann die Wertsteigerungen von den Grundstückseigentümern per von Bescheide eingefordert. Gegen die können zwar Rechtsmittel eingelegt werden, bis auf begründete Ausnahmen werden sie jedoch bindend sein. „Diese Summen werden dann allerdings nicht mehr in innerstädtische Sanierungsprojekte fließen können, sondern müssen von uns ans Land abgeführt werden“, so der Plauer Bürgermeister.

Was angesichts ohnehin klammer Kassen sehr schade wäre. Neben weiteren noch nicht realisierten privaten Sanierungsvorhaben wäre da auch noch der vierte Bauabschnitt der Marktplatzsanierung: Der Brunnen. 170 000 Euro würde der voraussichtlich kosten und dem Platz am Fuße der St. Marienkirche das I-Tüpfelchen schenken.

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