Kommunales : Raumnot bald kein Thema mehr

Das Nebengebäude der Grundschule mit neuem Chic: Dach und Fassade konnten bereits im ersten Bauabschnitt saniert werden. Demnächst erfolgt der Innenausbau. Fotos: Simone Herbst
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Das Nebengebäude der Grundschule mit neuem Chic: Dach und Fassade konnten bereits im ersten Bauabschnitt saniert werden. Demnächst erfolgt der Innenausbau. Fotos: Simone Herbst

Plau am See steckt ca. 307 000 Euro in Erweiterung der Grundschule / Steigender Kindersegen macht diese Investition notwendig

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09. Juni 2016, 12:00 Uhr

Plau am See hat ein „Problem“, um das andere Kommunen das Urlauberstädtchen wahrscheinlich sogar beneiden: Seit einigen Jahren ist der Kindersegen hier wieder reichlicher. Dem zwangsläufig eingetretenen Engpass bei der Betreuung der ganz Kleinen begegnete die Stadt deshalb schon vor zwei Jahren mit einem Kita-Neubau im Entwicklungsgebiet. Inzwischen haben die stärkeren Jahrgänge nun auch die Grundschule erreicht. Zwei der vier Klassenstufen sind schon heute nicht mehr nur zwei-, sondern dreizügig. Raummangel ist hier die Folge.

Doch nicht mehr lange. Es gibt eine Lösung und an der wird auch schon seit geraumer Zeit gearbeitet. Seit nämlich damit begonnen worden war, das Nebengebäude der Schule zu sanieren. Von grund auf und mit dem Ziel, hier drei neue Räume zu schaffen, die die fehlenden im Schulgebäude wettmachen.

„Das Nebengebäude diente zuletzt für den Werkunterricht. Daneben gab es einen Abstellraum für die Spielgeräte von Schule und Hort, ein Tanklager, einen Heizungsraum und das Reich des Hausmeisters“, sagt Manfred Doliwa, Sachgebietsleiter Gebäudemanagement bei der Stadt. Weil die Bausubstanz in die Jahre gekommen und teilweise marode war, sind in einem ersten Bauabschnitt bereits Dach und Fassade samt Dämmung saniert sowie Fenster und Türen erneuert worden. 146  000 Euro hat die Stadt darin investiert. Nach erfolgreicher Bauabnahme zu Wochenbeginn ist inzwischen auch die Ausschreibung für den zweiten Bauabschnitt angelaufen. Er wird in ca. zwei Wochen beginnen und im wahrsten Sinne des Wortes ans Eingemachte gehen.

„Wir werden das Haus komplett entkernen und hier anschließend drei Klassenräume und einen Sanitärtrakt zur Verfügung haben“, erklärt Manfred Doliwa. Zwei gibt es schon jetzt, allerdings müssen auch die komplett saniert werden. Von Vorteil ist, dass die Heizung bereits vor zwei Jahren von Öl auf Gas umgestellt worden war. So nämlich bietet die Sanierung die Option des Umbaus. Tanklager und der Bereich des Hausmeister werden zusammengelegt, so dass ein neuer großer Raum und damit ein dritter Klassenraum entsteht. Der Werkraum und ein weiterer an der Straßenfront werden inklusive des Fußbodens saniert. „Und wenn wir schon so umfangreich sanieren, dann nutzen wir auch die Gelegenheit, um Schwellen verschwinden zu lassen, alles auf eine Höhe zu bringen und sogar eine Fußbodenheizung zu installieren“, freut sich Bauamtsleiter Arno Kühnel über die Chancen dieses dringend notwendigen Projektes.

Ziel der Stadt ist es, das Nebengebäude nach den Oktoberferien fix und fertig und natürlich möbliert an die Schule zu übergeben. Neben ihr sollen die Räumlichkeiten künftig dann auch von der Musikschule und der Volkshochschule genutzt werden können.

Die Stadt, die für dieses Projekt keine Fördergelder erhalten hat, investiert bis zum Herbst etwa 307  000 Euro in den Grundschulstandort und ist baulich damit auf der sicheren Seite.

Was vorerst offen bleibt, sind Investitionen in die Schulhof-Neugestaltung. Beratungen in unterschiedlichsten Gremien und Besichtigungen anderer Schulhöfe (etwa in Waren) hat es einige gegeben. Die Frage, wo das Geld für eine solche Großinvestition herkommen soll, ist noch unbeantwortet.

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