Was lange währt… : Radweg Plau: Noch im Herbst wird Baubeginn sein

Als erstes soll Radweg auf der Teilstrecke zwischen „Min Hüsung“ und Badestelle 1“ gebaut werden.
Als erstes soll Radweg auf der Teilstrecke zwischen „Min Hüsung“ und Badestelle 1“ gebaut werden.

Verwaltung drängt zur Eile: Submission für ersten Teilabschnitt läuft, die Auftragsvergabe soll Ende September folgen

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07. September 2015, 19:09 Uhr

Über dem Bemühen der Stadt Plau, endlich die Lücken im Radweg um den Plauer See zu schließen, sind  die letzten zwölf Jahre ins Land gegangen. Ein ums andere mal  hatten  die lokalen Planungen  den Prüfungen in den beteiligten Ämtern bzw. Ministerien nicht standgehalten.  Die Crux waren  lange Zeit etwa  Radwegbreiten, Belagart aber auch naturschutzrechtliche Belange. Immer wieder  wurde von Plauer  Seite  nachgebessert -  bis es endlich grünes Licht von Schwerin  gab. Nachdem nun  in der vorletzten Woche Wirtschaftsminister Harry Glawe  den  Zuwendungsbescheid überbrachte, laufen die Uhren in Plau schneller: Noch im Herbst soll mit dem ersten Teilstück im ersten  Bauabschnitt begonnen werden. Der umfasst den jetzt unbefestigten Weg (parallel zur Quetziner Straße) zwischen „Min Hüsung“ und der Badestelle 1 und  soll  auf 3,50 Meter Breite ausgebaut  werden. Die 3,50 Meter muss der Weg  haben, da er auch als Anliegerstraße  dienen wird.   Insgesamt umfasst der 1. BA die drei Teilabschnitte MediClin bis Badestelle, Weg am Kalkofen und Parkweg bis KMG-Klinik.

„Wir haben jetzt keine Zeit zu verlieren“, so  Bürgermeister Norbert Reier  eine gute Woche nach dem Ministerbesuch.  Und das hat die Verwaltung auch nicht vor. Die Submission für die Arbeiten, die noch in diesem Jahr realisiert werden sollen, ist bereits erfolgt. „Jetzt sind wir gerade dabei,  die Angebote zu sichten und ich denke, dass wir  in  der Stadtvertretersitzung am 23. September  bereits über die Vergabe beschließen werden,  wahrscheinlich per Eilentscheidung“, kündigt Norbert Reier an.  Die  Plauer  drücken  jetzt nicht von ungefähr  auf die Tube.     Zum einen steht der Winter bevor, auch  wenn sich in diesen Tagen  der Herbst noch golden gibt. Dazu  kommt, dass die ersten  150000 Euro  aus dem gerade erst erhaltenen Zuwendungsbescheid noch in diesem Jahr abgerechnet werden müssen. „Wir müssen also zusehen, dass wir bauen, solange es das Wetter zulässt.“

Parallel dazu bereiten die Plauer   jetzt  auch den zweiten Bauabschnitt des Radweges vor -  der  umfasst  eine weitere 700 Meter lange Teilstrecke von der KMG-Klinik bis zur Gemarkungsgrenze des Nachbarortes Ganzlin und führt durch den Stadtwald. Auch hier war  lange Zeit  die Ausbaubreite  strittig. Schließlich aber gab es doch eine Ausnahmegenehmigung durch das Glawe-Ministerium, der die Plauer ihre Planungen   jetzt anpassen müssen.  Die baufachliche Prüfung  obliegt  im Anschluss erneut dem Straßenbauamt. „Mittlerweile  sind wir optimistisch, dass  wir nun  grünes Licht bekommen“, so Reier.  

Was den Plauern bleibt, ist eine  relativ kurze Bauzeit. Denn schon im Oktober 2016  müssen sie die Schlussrechnung über die Verwendung der Fördermittel  beim Landesförderinstitut  vorlegen. „Um das zu schaffen, müssen wir quasi Ende August mit den Baumaßnahmen fertig sein“, so Reier, der auf einen milden Winter und wenig Bauverzug  hofft.

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