zur Navigation springen

Besser auf zwei Rädern : Radrundweg: Hoffnung für Projekt steigt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Trasse um den See soll abschnittsweise realisiert werden / Der erste: Quetziner Straße - KMG-Klinik

von
erstellt am 02.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, dann muss der Berg zum Propheten kommen. In Plau ist das Problem nur, dass der Berg mehrere Propheten hat, zumindest, wenn es um den Radweg geht, auf dem Hiesige wie Touristen irgendwann einmal die 56 Kilometer rund um den See radeln könnten.

Seit dem ersten Anlauf, einen in sich geschlossenen Radweg um den See zu bauen, sind 13 Jahre ins Land gegangen. Straßenbauamt, Wirtschaftsministerium, Untere Naturschutzbehörde, Finanzministerium… – viele Stellen haben jeweils ihren Part zu entscheiden. Etwa, wenn es um die Trassenführung geht, um die Finanzierung bzw. Förderung oder auch das grüne Licht zur Umweltverträglichkeit. Bisher ist es den Plauern nicht gelungen, alle Entscheidungsträger beim Abschnitt zwischen Karow und Ganzlin unter einen Hut zu bekommen.

Dabei klingt es im Grunde gar nicht so kompliziert, einen Radweg außerorts auf zwei, innerorts auf 2,50 Meter auszubauen. „Gesetzlich ist es das aber“, räumt Plaus Bürgermeister Norbert Reier ein. Trotzdem hatte er ein ums andere Mal gehofft, die zuständigen Stellen würden auch mal die Ausnahme vom Standard genehmigen. Sie taten es nicht. Ungeachtet dessen, dass von Plauer Seite sowohl personell als auch finanziell über die Jahre enorm großer Aufwand betrieben worden war.

Was bleibt, ist die Wichtigkeit des Radweges für die Region und da vor allem für die weitere Entwicklung des Tourismus. „Und deshalb bleibt uns nichts anderes, als umzuplanen“, sagt Norbert Reier. Um überhaupt voranzukommen, wurde inzwischen mit dem Wirtschaftsministerium vereinbart, den ersten Bauabschnitt (Quetziner Straße bis KMG-Klinik) separat zu bauen. Die relevanten Fragen um Flächen, Naturschutz und Förderfähigkeit sind abgeklärt, die Finanzierung müsse noch konkretisiert werden. Und dann könnte es (eigentlich) losgehen. „2014/2015 wollen wir mit diesem Abschnitt möglichst fertig werden“, so Plaus Bürgermeister.

Und Plau versucht, weiter in Bauabschnitten zu denken, an den zweiten, der durch die Stadt führen und an die Gemarkung Ganzlin anschließen soll, an die Querung der Ganzliner Gemarkung. Detailfragen sollen erst nach der Wahl geklärt werden, etwa die zur künftigen Unterhaltung, Trassenführung, Anbindungen…

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen