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Kunstwerk im Garten : Pure Lebensfreude in Bronze gegossen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

In Wooster Teerofen enthüllt Thomas Jastram sein Werk „Saira“

von
erstellt am 05.Okt.2014 | 20:30 Uhr

Im Köhlerweg von Wooster Teerofen liegt Musik in der Luft. Je weiter einen die Schritte tragen, desto lauter wird die Musik. Ein Saxophon wird gespielt, jazzig, leicht, heiter. In André Bries Garten wuseln immer mehr Menschen umher, Bänke werden vom Hausherr höchstpersönlich geschleppt, damit alle einen Platz bekommen, wenn der Höhepunkt des Tages kommt. Denn André Brie hat nicht ohne Grund zu sich nach Hause eingeladen. Es gibt etwas oder jemanden zu feiern. Bildhauer Thomas Jastram hat einige Monate in dem Garten in Wooster Teerofen gearbeitet, seiner Kunst gefrönt. Entstanden ist eine Statue aus Bronze, die den Namen Saira trägt. Es ist ein Abbild von André Bries neunjähriger Tochter Saira. „Ich erkenne in der Statue nicht nur das Gesicht meiner Tochter wieder, sondern auch ihren Charakter, wie sie tanzt, ihre Lebensfreude“, erzählt André Brie und lächelt.

Schon vor sechs Jahren hatte Thomas Jastram, der ursprünglich aus Rostock stammt und jetzt in Hamburg lebt, die Idee die Tochter seines langjährigen Freundes, zu gestalten. „Damals war Saira aber noch zu jung“, erklärt André Brie. Entstanden ist eine Bronze-Statue, die jetzt mitten im Garten von André Brie steht. „Ich wollte nicht nur Thomas herlocken, sondern auch seine Kunst. Ich liebe seine Kunst. Erst jetzt habe ich die Möglichkeit gehabt, dabei zu sein, wie eine Bronze-Statue entsteht.“

Von überall her sind die Gäste der Einladung von André Brie gefolgt – Hamburg, Rostock, Ludwigslust. Auch Justizministerin Uta-Maria Kuder ist der Einladung gefolgt. Das nicht ohne Grund: Die Ministerin hielt die Eröffnungsrede bevor die Statue enthüllt wurde. André Brie hatte diesen Wunsch. „Ich habe mit einem Korb gerechnet, als ich sie gefragt habe. Aber dann hat sie sofort Ja gesagt.“

Eingehüllt in einem roten Stoff aus Samt steht sie da. Die Bronze-Statue, das Abbild von Saira. Gemeinsam mit Thomas Jastram enthüllt Saira ihr Abbild. Die Statue tanzt, genauso wie Saira es getan hat. „Wenn ich mir das tanzende Kind ansehe, sehe ich Lebensfreude und Optimismus“, sagt Uta-Maria Kuder. Die gleiche Lebensfreude versprüht Saira auch an diesem Vormittag. Mit einer Leichtigkeit hüpft sie über den Hof ihres Vaters, lächelt und stellt sich neben die Statue, wenn die Besucher ein gemeinsames Bild haben wollen.

Seit 25 Jahren lebt André Brie in Wooster Teerofen. „Ich habe eine Zeit lang in Berlin gelebt, wollte aber immer wieder zurück nach Mecklenburg-Vorpommern.“ Vor 25 Jahren hat er dann das Haus in Wooster Teerofen gefunden, und wurde sofort liebevoll aufgenommen. „Mit der Statue will ich auch etwas zurückgeben. Wir wurden hier sehr liebevoll und mit offenen Armen aufgenommen.“

Jetzt steht sie da – die Bronze-Statue von Thomas Jastram. Umgeben von Bäumen und Pflanzen. Wie eine Rose steht sie da und macht ihrem Namen alle Ehre, denn „Saira“ ist pakistanisch und heißt ins Deutsche übersetzt Rose.
 

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