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Schülerbands rocken Lübzer Gymnasium : Punkrock statt Pauken

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Da bebt die Schule: Vier Bands haben am Sonnabend das Lübzer Eldenburg-Gymnasium gerockt – mit Punk und Metal. Das war die achte Auflage für den Bandabend.

svz.de von
erstellt am 17.Dez.2012 | 10:44 Uhr

Lübz | Der Andrang bei der achten Auflage des Bandfestivals in der Sporthalle am Lübzer Eldenburg-Gymnasium ist überschaubar. Die Warnung vor Blitzeis und das gleichzeitige Konzert in der Lübzer Stadtkirche mit vielen Schülern als Mitwirkende haben eine größere Resonanz verhindert. Doch von Wetterkapriolen lassen sich echte Rocker nicht abschrecken. Der Bandabend setzt auf das altbewährte Konzept: Auftritte regionaler Formationen mit deutschen Texten. Bei der Organisation hatte auch Lukas Worm als neuer Absolvent eines freiwilligen sozialen Jahres (FSJ) seine Hände im Spiel. Mit fünf Bands hatte er voll den Musikgeschmack der Pennäler getroffen.

Das allererste Konzert hatte seinerzeit der damalige FSJler Stephan Siebert organisiert, der inzwischen längst in Rostock studiert, aber immer noch Verbindung zu seiner Schule hält. Auch Christine (22) aus Lübz als ehemalige Absolventin nutzt das Festival, um wieder einmal am Gymnasium vorbeizuschauen. Anziehungspunkt ist aber auch ihr Bruder Martin, der in der Formation "Körperfeind" als Bassist fungiert. Nach dem Abitur hatte sie bis zum Bachelor-Examen in Berlin Wirtschaftsmathematik studiert und setzt jetzt in Rostock ein Master-Studium obendrauf. Große Wiedersehensfreude, als ihr die einstige Schulfreundin Sabrina über den Weg läuft - hochschwanger.

Einmal mehr stellt die Turnhalle ihre Qualitäten als Mehrzweckbau unter Beweis. Eingangskontrollen durch den Förderverein unterbinden, dass harte Getränke in die alkoholfreie Zone der Konzerthalle geraten. Für den Sound und das Licht auf der Bühne zeichnet einmal mehr die Schülerfirma "Technica Light & Sound" verantwortlich. Die Mannschaft an den Mischpulten und Verstärkern beschert dem Publikum einen Instrumentalklang mit fetten Bässen, eine lebhafte Ausleuchtung und etliche attraktive Effekte wie den beliebten Bühnennebel oder schwenkbare Lichtkanonen.

Für die Aufgabe des Anheizers hatten sich überraschend Lukas und Ulli von der Parchimer Formation "Point" bereit erklärt. Ihren Gesang untermalen sie mit den Klängen zweier akustischer Gitarren. Bassist Martin, Gitarrist Toni und der Drummer Kelly präsentieren danach als "Körperfeind" hörenswerte deutsche Texte, musikalisch verpackt in schnellem Punkrock.

Wer glaubte, die nachfolgende Formation "A May Thing" sei ein Projekt zu Ehren des ehemaligen "Queen"-Gitarristen Brian May, sah sich lautmalerisch auf den Arm genommen: "Amazing" klingt nämlich sehr ähnlich und charakterisiert den Spaß, den Theo Hey, Ole Becker, Paul Radicke und Justus Steppeling als Schulband des Eldenburg-Gymnasiums mit ihrer alternativen Rockmusik haben und verbreiten. "Get off the Stage" covern rockige Hits, und die düster-finsteren Gotic-Schwermetaller "Gomorrha" setzen Höhe- und Schlusspunkt an einem Abend, dessen Konzept zwar zur Diskussion stehen wird, aber sich um eine Neuauflage keine Sorgen zu machen braucht.

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