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Unzufriedenheit : „Protest nicht verstummen lassen!“

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Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Auch Lübz’ Bürgermeisterin bezweifelt das Gutachten zur Südbahn. Der Bürgerinitiative„ProSchiene“ zufolge soll die ab 2015 geplante Teilschließung die falsche Landes-Kalkulation im Raum Rostock ausgleichen.

„Angesichts seiner Ton- und Wortwahl stellt sich für mich ernsthaft die Frage, ob wir als Wähler durch solche Leute richtig vertreten werden!“ So reagiert Clemens Russell, Sprecher der Bürgerinitiative (BI) „Pro Schiene Hagenow – Neustrelitz“ auf die Anfeindungen des SPD-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Dr. Norbert Nieszery, gegen Wolfgang Waldmüller von der CDU, der sich Ende vergangener Woche als einziger Abgeordneter aus der Regierungskoalition mit Parlamentariern der Grünen und der Linken überraschend zum Erhalt der Südbahn bekannte und damit für Verwirrung in der Koalition sorgte. Russell: „Ich halte das nicht für Wahlkampf und habe ihm den Vorstoß, den Fraktionszwang zu durchbrechen, als ehrlichen Einsatz abgenommen. Die andere Reaktion – und die nicht einmal aus seiner eigenen Fraktion – ist blamabel.“

Das Scheitern der Gesprächsrunden in Schwerin (wir berichteten) passe zur Maxime der Landesregierung, Angebotsverbesserungen in infrastrukturell eh schon privilegierten Räumen auf Kosten von Kürzungen in strukturschwachen Gebieten zu finanzieren – etwa auch durch Zerschlagung der Südbahn. Allein durch die Verkürzung des Abstandes von zehn auf 7,5 Minuten etwa, in dem Züge im Warnow-Netz verkehren, seien Zusatzkosten in Höhe von rund 600 000 Euro entstanden. Der Antwort auf eine von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vor zwei Jahren gestellten Frage könne man entnehmen, dass sich der vom Land vorgesehene Finanzrahmen für das Teilnetz „Nord – Süd“ nach Vorliegen des Ausschreibungsergebnisses als zu eng erwiesen habe. Die Differenz liege pro Jahr bei etwa 4,7 und im Gesamtzeitraum, über den sich die Ausschreibung erstreckt, bei rund 61,2 Millionen Euro.

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erstellt am 01.Apr.2014 | 08:00 Uhr

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