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Verhalten im Straßenverkehr : Profi Tackmann geht in Ruhestand

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Ihn kennen so gut wie alle: Eckard Tackmann, Präventionsbeamter der Polizeiinspektion Ludwigslust, bei seiner letzten Aktion im Hort

von
erstellt am 27.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Im Hort der Stadt Lübz hieß es gestern „Gib acht im Straßenverkehr“ und zu Besuch waren die beiden Präventionsbeamten der Polizeiinspektion Ludwigslust Kathleen Guder und Eckard Tackmann. Zwischen 40 und 50 Mädchen und Jungen der Klassenstufen 1 bis 4 werden hier täglich in den Ferien betreut und erhalten die unterschiedlichsten Angebote. Der gestrige Verkehrsunterricht machte deutlich, dass sehr viele Kinder die Verkehrszeichen kennen und was diese bedeuten. Dennoch gab es auch einige Kinder, die sich bei der einen oder anderen Frage nicht sicher waren.

Auf Grund des Wetters konnten sie allerdings nicht in den Verkehrsgarten und haben stattdessen im Hort spielerisch die Szenen nachgestellt. Was heißt zum Beispiel toter Winkel? Schnell stellten sich einige Kinder in einer Reihe auf und dann kam von hinten einer und erst relativ spät konnte dieser erkannt werden. „Und diesen Bereich, in dem man den anderen nicht sehen kann, nennt man Toter Winkel“, erklärt Eckard Tackmann. Etwas Mühe machte dann das Puzzle, bei dem zwei Verkehrszeichen zusammen gesetzt werden sollen. Hier war die Gruppe mit den meisten Mädchen deutlich schneller fertig, als die Gruppe mit den Jungen. Zum Schluss wurden auch noch einige Utensilien der Polizei, speziell der Kriminalpolizei vorgestellt. Jetzt durfte Isabell sogar einen Fingerabdruck an einem Trinkglas kenntlich machen und sichern. Anschließend gab es großes Gedränge, den eigenen Fingerabdruck wollten fast alle Kinder mal haben.

Zum Ende der Ferien soll es noch einmal eine weitere Veranstaltung im Lübzer Hort geben, dann allerdings ohne Eckard Tackmann. Der Beamte, der seit 1995 in der Prävention arbeitet, geht in den nächsten Wochen in den wohlverdienten Ruhestand. Wie viel Kinder er in der Verkehrserziehung betreute, kann er nicht sagen. „Die ersten haben selbst schon Kinder und kommen nun mit ihren Sprösslingen zu mir“, meint schmunzelnd der Beamte. So war die gestrige Veranstaltung in Lübz seine letzte. Mit ihm geht eine sehr bekannte Person, denn Tackmann ist bei den Mädchen und Jungen in den Kindereinrichtungen und Schulen stets ein gern gesehener Gast gewesen. Ob bei der praktischen Fahrradprüfung im öffentlichen Straßenverkehr an der Grundschule Mestlin, im Kloster Dobbertin oder an den Schulen in der Kreisstadt – immer machte er die Jüngsten auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam. „Allein in den vergangenen zwei Jahren waren 35 radfahrende Kinder als Verursacher in Verkehrsunfälle verwickelt. Damit diese Zahl niedriger ausfällt, dafür habe ich mich eingesetzt und das auch in der Freizeit als Mitglied in der Kreisverkehrswacht“, erzählt Tackmann, der als Verkehrspolizist 1978 begann und später auch als Verkehrsermittler agierte. Schon früher widmete er sich der Prävention und der Schulung der Verkehrsteilnehmer. Sicher wird sich manch einer noch erinnern an diese Schulungen, die früher meist sonntags stattfanden. „Strahlende Kinderaugen nach bestandener Radfahrprüfung sind der schönste Lohn“, ergänzt der Präventionsbeamte und wünscht sich für die Zukunft, dass es seitens der Politik und auch der Landesverkehrswacht mehr Unterstützung für die Prävention geben möge, „denn die Kreisverkehrswachten kämpfen ums Überleben, dabei ist ihre Arbeit unschätzbar“.

 

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