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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

17. Oktober 2017 | 19:03 Uhr

Kultur : Proben für tausende Zuschauer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Lübzer Karnevalsclub LKC ’54 e. V. zeigt am 13. Februar zum ersten Mal neues Programm / Am morgigen Sonntag Karten im Vorverkauf

von
erstellt am 06.Feb.2015 | 22:00 Uhr

„Das geht alles, dieses Tipp-Tipp auch mit dem anderen Bein, aber nicht wie eben, das Tappeln auf dem anderen Fuß.“ Was sich so liest, als sei es von Sinnhaftem so weit entfernt wie Erde von der Sonne, entpuppt sich beim direkten Miterleben umgehend als ernst zu nehmender Austausch zwischen zwei Fachleuten: Nicol Jasdz und Madlene Strohschein, die beide die Funkengarde des Lübzer Karnevalclubs LKC ’54 e.V. trainieren. Seit Mitte November üben auch diese Mädchen und Jungen das neue Programm ein – jeden Sonnabend und Sonntag jeweils drei beziehungsweise zwei Stunden lang. „Anstrengend“, sagt ein Mädchen, als es in einer der kurzen Pausen einen Schluck vom mitgebrachten Saft trinkt. Und wie zufrieden sind die Trainerinnen mit dem Zwischenstand? Nicol Jasdz hat eine knappe, aber alles sagende Antwort zur Hand: „Es läuft gut!“

Das neue Programm steht unter dem Motto „Das 62. Karnevalsjahr feiert der Lübzer Narr als Musicalstar.“ Einstudiert wird immer in der alten Turnhalle am Rudolf-Harbig-Sportplatz. An diesem Tag kommen neben der Funken- auch die Große Garde mit Trainerin Beatrice Buchholz und abends der Jungelferrat zusammen. Letztgenanntem zeigen Ulrike und Jana Kaag, wie sie am besten Eindruck aufs Publikum machen.

Besonders in einer kleinen Stadt wie Lübz leiste der Karnevalsverein in der Kinder- und Jugendarbeit einen wichtigen Beitrag, sagt Nicol Jasdz. Rund 45 Akteure unterschiedlichsten Alters zeigen ihr Können auf der Bühne. Hinzu kommen der Elferrat und jeweils neun Trainer und Techniker. Besonders die Zahl letzterer hat sich im Laufe der Zeit vervielfacht. Am beeindruckendsten ist die Zahl der Zuschauer, die zu den vier Garden, dem Tanzpaar und dem Funkemariechen in den Karnevalspalast in der Schützenstraße kommen: Alljährlich sind es mehrere 1000 – so viel wie es kein Verein in der Lübzer Region schaffen dürfte. „Damit der Erfolg gelingt, sind viel Disziplin, Zusammenhalt und die Bereitschaft, miteinander in der Gruppe zu arbeiten, gefordert“, so Madlene Strohschein. „Nicht einfach, aber zu schaffen, und der Stolz über den Erfolg ist allen anzumerken.“

Mit jetzt 62 Jahren gehört der LKC zu den ältesten Karnevalsvereinen im Land. Konkurrenz möchte man nicht und habe gute Lösungen gefunden. „Die Goldberger zum Beispiel, die ebenfalls eine gute Mannschaft haben, kommen zu uns und wir gehen auch zu ihnen. Außerdem sprechen wir uns ab, dass die großen Veranstaltungen beider Vereine nicht auf einen Abend gelegt werden“, sagt Nicol Jasdz. Und Gerd Strohschein, so die übereinstimmende Meinung, sei ein guter Präsident in Lübz. Er stehe voll hinter seiner Aufgabe, helfe so schnell wie möglich, Probleme zu lösen und lasse den Trainerinnen Freiraum.

Durch den Karneval sind viele Freundschaften neu entstanden, doch gleichzeitig gebe es auch immer Abgänge an Aktiven, wenn zum Beispiel die Schulzeit beendet ist und die Ausbildung in einer anderen Stadt beginnt. „Wir sind über jeden froh, der bleibt. Ab 18 Jahren ist es schwer, besonders Jungen sind immer gesucht“, so die Trainerin. Sie selbst – seit bald 20 Jahren im LKC aktiv – kann sich allerdings freuen. Die Zahl der Mitglieder in der Funkengarde hat sich seit 2014 um fünf auf jetzt 15 erhöht: „Das ist wieder optimal.“

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