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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

19. August 2017 | 14:55 Uhr

Fotografie : Postkartenwetter braucht sie nicht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Fotografieren ist Dagmar Jaschens ganze Leidenschaft. Bei ihrem mehrwöchigen Kuraufenthalt in der Plauer MediClin -Reha-Klinik entstanden hunderte Fotos.

Sonnenaufgänge, Tierszenen, Blicke in die weite Landschaft, Details, für die uns das Auge, oft vielleicht auch der Sinn fehlen: Doch genau das ist die Welt von Dagmar Jaschen. Wann immer sie die Zeit findet, macht sie sich auf die Pirsch – ihre Fotoausrüstung immer dabei. Zuletzt war die Randberlinerin, die in Bestensee nahe Königs Wusterhausen zu hause ist, beinahe täglich am Plauer See unterwegs. Der war ganz neues Terrain für sie, das sie während ihrer mehrwöchigen Reha im Plauer MediClin neugierig und immer auf der Suche nach reizvollen Motiven erkundete. Zu Fuß, mit dem Rad und – wenn am Wochenende ihr Besuch kam – auch mit dem Auto. „Die Landschaft hier ist einfach herrlich“, schwärmt Dagmar Jaschen, als wir sie kurz vor Ende ihrer Kur treffen. „So unberührt, und diese herrliche Stille, einfach fantastisch. Meine Tage hier in der Reha waren randvoll mit Behandlungen. Doch nach dem Abendbrot war ich weg.“

In knapp sechs Wochen sind hunderte Fotos entstanden, Aufnahmen von Kranichen, Starts und Landung der Wasservögel auf dem Plauer See, Moorfrösche in blau, Details der Kirche in Bad Stuer, der hölzerne Neptun an der Quetziner Badestelle, Wolkenformationen und – ganz egal, ob es regnete, stürmte oder die Sonne schien – viele beeindruckende Landschaftsmotive. Postkartenwetter braucht Dagmar Jaschen nicht. „Nein, auch Nebel kann schön sein.“

Daheim steht sie an einer Supermarktkasse. Meist herrscht Trubel. „Fotografieren ist für mich der perfekte Ausgleich zur Arbeit“, erzählt sie. Allein mit sich und der Natur genießt sie die Stille, tankt auf. „Am liebsten auf unserem See daheim. Mit dem Boot fahre ich oft raus, werfe die Angel aus und warte auf schöne Motive.“ Ein Fotowettbewerb und ihr Sohn sind „schuld“, dass sie begann, die Fotografie leidenschaftlich zu betreiben. „Er überredete mich, da mitzumachen und lieh mir seine Kamera.“ „Kirche bei Nacht“ war das Thema und Dagmar Jaschen erhielt den 1. Platz. Zum 50. Geburtstag gab’s von der Familie dann die erste gute eigene Kamera, eine Nikon D40, und bald darauf ein 300er Teleobjektiv. „Zuletzt habe ich mir die D90 geholt.“

Doch nicht nur Landschaft, Stille und Natur haben es der Frau mit dem Fotoauge angetan. Ihr Herz schlägt seit Jahren auch für den Volleyball, genauer gesagt für das erste Männerteam von Netzhoppers KW-Bestensee, für das sie die Fotos vom Spielfeldrand aus macht. „Wegen des Geldes verloren unsere Jungs letztes Jahr die Lizens für die 1. Bundesliga. 2013/14 spielten sie 2. Liga, schafften eine Rekord-Meisterschaft und den Aufstieg und ich konnte bei der Meisterfeier nicht dabei sein…“

Wer weiß, vielleicht wird die ja (ein bisschen kleiner) für die Mannschaftsfotografin noch nachgeholt. Die jedenfalls hat in der Reha große Fortschritte gemacht. „Die Einrichtung in Plau ist sehr gut. Ärzte, Therapeuten, Schwestern… Ich war gern hier.“

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erstellt am 22.Apr.2014 | 10:30 Uhr

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