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Verkaufsoffen - Ja oder Nein : Plaus Einzelhändler sind gefragt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die Debatte zum verkaufsoffenen Sonntag im Luftkurort geht in nächste Runde. Jetzt fand eine Bürgerversammlung im Rathaus statt.

Mit Wasser und Wind,  Wald und  Wanderwegen – und noch einigen Angeboten mehr – können die Plauer bei Touristen punkten. Das zeigen auch die Übernachtungszahlen aus den vergangenen Jahren. In 2014 konnte die Stadt 457629Übernachtungen zählen. 2015 wird ähnlich gut oder sogar besser aussehen. „Wir verzeichnen eine leichte Steigerung. Derzeit gehen wir davon aus und hoffen, dass wir die 460000erMarke geschafft haben. Aber bestätigt sind die Zahlen für 2015 noch nicht“, verdeutlicht Michael Wufka, Geschäftsführer der Tourist Info Plau am See GmbH auf SVZ-Nachfrage. Doch Plaus Attraktivität soll weiter steigen. Dafür hatten Plaus Bürgermeister Norbert Reier und Michael Wufka jetzt zu einer Bürgerversammlung ins Rathaus eingeladen. Grund: Die neue Bäderverkaufsverordnung MV (BädVerkVO MV) könnte auch für den ausgewiesenen Luftkurort von Bedeutung sein. Doch wollen die Einzelhändler überhaupt die Verordnung in Anspruch nehmen? Genau diese Frage steht seit geraumer Zeit in Plau im Raum. Eine Klärung muss her, findet Norbert Reier. „Der Tourismus geht am Handel vorbei“, sagt das Stadtoberhaupt am Mittwochabend im Rathaus ganz direkt. „Das wollen wir ändern und zwar gemeinsam. Wir wollen Ihnen nichts vorschreiben. Wir wollen gemeinsam schauen, ob wir an einigen Sonntagen im Jahr die Geschäfte in der Innenstadt öffnen.“

Soll es in Plau die Möglichkeit geben, sonntags einkaufen zu können?

Ja, die Möglichkeit sollte es geben.
9 Stimmen
64,3%
Nein, Sonntags braucht niemand einkaufen zu gehen.
5 Stimmen
35,7%
 

„Die Bäderregelung ist nichts Neues – auch für Plau nicht. Doch ich sehe sie als Chance. Denn immer wieder ist von Gästen zu hören, dass gerade am Wochenende die Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt fehlen“, verdeutlicht Michael Wufka. Das müsse verhindert werden. Denn sonst fahren Plauer Urlauber – weiterhin – in die nächstgelegenen Städte wie Malchow und Krakow am See. Dort gibt es Möglichkeiten einzukaufen – auch am Wochenende. Eine Chance wäre jetzt die Erweiterung der Straßen, die an Sonntagen in Plau geöffnet haben dürfen. Neu mit drin sind nun die Lange Straße sowie Quetziner Straße. Dort sind Supermärkte und Discounter. „Wenn die öffnen würden, hätten wir schon einiges gewonnen“, sagt Michael Wufka. Ähnlich sieht es Norbert Reier. Denn ihm ist wichtig, dass die Händler vom Sonntagseinkauf profitieren. „Der Umsatz muss dabei gesteigert werden“, so Norbert Reier.

Inwiefern die Bäderregelung, die vom 15. März bis 1. November eines Jahres gilt, auch für Plau von Vorteil ist, müsse geredet, diskutiert werden. Einige Einzelhändler hatten am Mittwochabend bereits konkrete Vorstellungen. „Vielleicht können wir uns an einigen Sonntagen Themen widmen. Doch dafür müsse eine bessere Beschilderung in der Stadt her und ein Netzwerk unter den Einzelhändlern der Stein- und Großen Burgstraße“, wirft Uta Gebert vom „Plauder Käseeck“ ein. Und ein besserer Zusammenhalt unter den Einzelhändlern – auch das kam bei der Diskussionsrunde im Plauer Rathaus durch. Deshalb fände Barbara Seehaus vom Dessous-Fachgeschäft „Hautnah“ es viel besser, wenn sich die Einzelhändler jetzt erst einmal einig würden, was sie wollen. „So kommen wir nicht weiter, wenn wir als Einzelhändler nicht wissen, was wir wollen“, verdeutlichte die Plauerin.

Deshalb stünde jetzt erst einmal ein weiterer Termin für die Einzelhändler ins Haus. Die Debatte um verkaufsoffene Sonntage im Luftkurort geht also in die nächste Runde. Bleibt abzuwarten, wie sich Plaus Einzelhändler entscheiden. Norbert Reier und Michael Wufka hoffen das Beste, sind für Ideen offen und bereit. Aber jetzt sind Plaus Einzelhändler gefragt. Einfach wird die Entscheidung sicherlich nicht.

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