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Auftakt zum Gaudi auf der Elde : Plauer Wahnsinn hat einen Namen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

28. Badewannenrallye steigt am 14. und 15. Juli: Viel Spaß, Musik und Parodien gab es schon jetzt bei der Eröffnungsshow

Der lang anhaltende Beifall nach der Musikshow zeigte, dass die Gäste der Eröffnungsparty zur 28. Plauer Badewannenrallye im Parkhotel Klüschenberg von den Darbietungen begeistert waren. Nach der kulinarischen Stärkung hatte Badewannenpräsident Frank Sieland versprochen, dass der Verein in diesem Jahr erneut „diesen Wahnsinn auf die Elde“ bringen wird und zwar am 14. und 15. Juli. Mit Blick in die Gästerunde sprach der Präsident die Hoffnung aus, dass er „viele Bootsbauer im Juli auf der 579 Meter langen Rennstrecke zwischen Schleuse und Hubbrücke wiedersieht“. Stolz stellte Sieland drei neue Vorstandsmitglieder vor: Franka als Ministerin für Handel und Schacherei, Andrea als Ministerin für Fashion und Fummel sowie Phillip als Minister für Kentertainment.

„Die jungen Leute beweisen: Die Rallye lebt!“ Bürgermeister und Schirmherr Norbert Reier versprach, sich wieder um gutes Wetter zu kümmern, am besten sei aber, es „einfach zu ignorieren“. Um die Finanzen des Vereins aufzubessern, schlug er vor, den „Spaß an der Badewanne“ zu besteuern. Der Schirmherr dankte allen, die mit „Fleiß und Elan“ einen Anteil daran haben, dass die Veranstaltung gelingt.

Erneut hatte der Badewannenvorstand keine Mühen gescheut, um den Gästen bekannte Künstler zu präsentieren, die ihre Hits zum Besten gaben. Zum Beginn gab es ein Wiedersehen mit den bekannten Stummfilmstars „Dick und Doof“, hinter deren Kostüme sich Carola und Stefan verbargen, gefolgt von der ebenfalls beliebten filmischen Olsenbande aus Dänemark, kongenial dargestellt von Stefan, Dirk und Frank. Die „257ers“ (Andrea und Franka) intonierten dann originell gewandet „Ich und mein Holz“. David und Phillip schlüpften in gestreifte Badeanzüge und trieben vor den Augen der Zuschauer Sport, um zu dem Song „We no speak Americano“ der Band Yolanda Be Cool ihre Kraft zu demonstrieren. Zur Freude aller war Rolf Zukowski nach Plau am See eingeladen worden, dem wir das Lied „Du da im Radio“ verdanken, szenisch ins Bild gesetzt von Ernst und Norbert - da wird der Liedermacher sicher gestaunt haben. Die Reihe der bekannten Stars riss nicht ab: Udo Lindenberg entführte zusammen mit Jan Delay (Michael und Dirk) auf die Hamburger Reeperbahn. Hier erhielten sie Verstärkung durch Stefan als Rocker. Als nächster kam Stefan Raab mit dem Maschendrahtzaun zum Zuge, allerdings nicht in deutscher Sprache, sondern auf Englisch (warum nur dieser Ausflug auf die Brexit-Insel?). David und Phillip boten all ihr schauspielerisches Können auf, um den Gästen, die nicht so mit der englischen Zunge gesegnet sind, zusammen mit den nötigen Requisiten den Inhalt des Liedes zu verdeutlichen. Andrea und Franka gaben sich alle Mühe, den deutschen Rapper, Sänger, DJ und Produzenten Alligatoah und seinen Song „Du bist schön, aber dafür kannst du nichts“ schauspielerisch auf die Tanzfläche zu bringen. Ein Höhepunkt der Show war sicher der Besuch von Charles Aznavour, von dem das Chanson „Du lässt dich gehen“ zu hören war. Wie das in der bildlichen Realität aussieht, konnte man bei den beiden Stefans sehen.

Badewannenvorstand Ernst Gotzian blieb seiner Tradition treu, ein bekanntes Lied mit eigenem Text selbst zu interpretieren. Er nahm sich Hildegard Knefs Chanson „Von da an gings bergab“ vor und gab intime Einblicke in seinen Lebenslauf. Carola rollte darauf Frank in einer Badewanne herein. Passend dazu wurde der Badewannentango aus dem Jahre 1962 eingespielt, den Peter Alexander damals schon als Evergreen kreiert hatte. Darin heißt es bekanntermaßen: „Ich sing’ den Badewannentango, Badewannentango bei mir zuhause unter der Brause mit Schaum im Ohr... .“ Das ging kaum noch zu steigern. So hatten es Stefan als Demis Roussos („Good by my love“) und Phillip als Didi Hallervorden („Ich bin der schönste Mann in unsrer Mietskaserne“) sowie Michael als der Partysänger Peter Wackel („Scheiß drauf, Malle ist nur einmal im Jahr“) schwer, daran anzuknüpfen. Das Publikum honorierte ihren Einsatz dennoch mit dem gebührenden Lohn für die Künstler - tosenden Beifall, der beim Finale dem kompletten darbietenden Badewannenvorstand galt. Die gute Laune im Saal setzte sich fort, weil danach die Gäste bei Musik von DJ Perry die Tanzfläche okkupieren konnten.




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