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Wahlplauer erfolgreich : Plauer stürmt Münchner „Charts“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Claus Swienty kam beim diesjährigen Diabelli-Komponisten-Wettstreit unter die ersten Fünf / daheim wurde ihm ein Empfang bereitet

Davon geträumt hatte Claus Swienty, damit gerechnet hatte er nicht: Dass er nämlich beim diesjährigen Diabelli-Wettstreit für Komponisten unter die ersten fünf kommen würde. Vor wenigen Tagen fand in der Allerheiligen-Hofkirche in München die Endausscheidung statt. Dort wurden alle nominierten zehn Werke von insgesamt 147 internationalen Teilnehmern live uraufgeführt und die drei Gewinner, welche Geldpreise erhielten, von einer Jury bestimmt.

Zu den Dotierten gehörte Claus Swienty zwar nicht. Doch der Wahl-Plauer, den man in Plau im Atelier Swienty (das führt er gemeinsam mit seiner Fau Carola) verortet weiß und als Chorleiter der „Plauer Burgsänger“ kennt, freut sich riesig. Als er vor zwei Jahren erstmals für den Münchner Wettbewerb nominiert worden war, lief es nicht so gut für ihn. Jetzt unter die ersten Fünf zu kommen, erfüllt ihn mit Stolz.

Im Diabelli-Wettbewerb werden jährlich Komponisten aus aller Welt eingeladen, eine eigene Variation zu einem jeweils wechselnden Thema zu erstellen. Die Beiträge werden veröffentlicht und können dann von Besuchern bewertet werden. Die besten zehn Werke werden präsentiert. Eine Jury bestimmt drei Gewinner.

Für dieses Jahr war als Thema das „Wessobrunner Gebet“ ausgewählt worden. Es zählt zu den frühesten poetischen Zeugnissen in althochdeutscher Sprache und ist benannt nach dem Aufbewahrungsort, an dem das Pergament gefunden wurde – dem Kloster Wessobrunn. Das Gedicht besteht aus zwei Teilen. Der erste behandelt die Schöpfungsgeschichte, der zweite ist ein Gebet um die Gnade Gottes.

„Ich habe meine Komposition als doppelchöriges Werk angelegt, wobei der zweite Chor einen Takt versetzt zum ersten singt. Daraus entstehen klangliche Effekte, die dem Prinzip der Chaos-Theorie entsprechen: Sobald der zweite Chor einsetzt, verdichten sich die harmonischen Teile und eine klangliche Reibung entsteht, die sich sodann wieder harmonisch auflöst“, erklärt Swienty seine Komposition. Dieser Aspekt der Chaos-Theorie sei für ihn das Prinzip jeglicher Schöpfung. Zwei Felder kommen miteinander in Berührung, vermischen sich scheinbar chaotisch, um dann als ein neues Feld aus dieser Vereinigung hervorzugehen.

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erstellt am 22.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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