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Aphasiker-Zentrum MV : Plauer Politiker helfen mit Spende

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Der CDU-Gemeindeverband spendet der Aphasiker-Gruppe aus dem Aphasie-Zentrum am MediClin Reha-Zentrum 1000 Euro

Der CDU-Gemeindeverband unterstützt ein Projekt des Plauer Aphasiker-Zentrums MV mit einer Spende in Höhe von 1000 Euro. Das Zentrum wird von einem gemeinnützigen Verein getragen und hat seinen Sitz an der MediClin Reha-Zentrum im Plauer Stadtteil Quetzin.

Aphasie: Plötzlich fehlt Betroffenen die Muttersprache. Sie wissen zwar, was sie sagen möchten, aber es fehlt der Zugriff auf die Worte. Die Krankheit geht oft einher mit anderen Einschränkungen wie einer Halbseitenlähmung. Ursachen dafür sind häufig ein Schlaganfall oder ein Schädel-Hirn-Trauma als Folge eines Unfalls. „Ohne Sprache fallen gesellschaftliche Kontakte schwer, die Betroffenen ziehen sich zurück“, weiß CDU-Vorsitzender Horst-Werner Frommer. „Hier hilft das Aphasiker-Zentrum Mecklenburg-Vorpommern.“ Die Mitarbeiter dort seien Ansprechpartner für alle Betroffenen aus der Region – unabhängig davon, ob sie an einer Rehabilitationsmaßnahme in Plau teilnehmen oder nicht. Unter der Leitung von Ingrid Freier erfülle das Aphasiker-Zentrum eine wichtige Aufgabe als Schnittstelle zwischen den Betroffenen und der Gesellschaft und als Motor für jährlich neue und interessante Projekte, die den Aphasikern Kontakte zu anderen Betroffenen vermitteln und ihnen Bestätigung geben. „Seit der Gründung im Jahr 2000 haben die Mitarbeiter mehr als 1400 Patienten aus der Region beraten und betreut.“ Da die Krankheit dramatisch in das Leben der Betroffenen eingreife, so Frommer, sei es umso wichtiger, „dass sie lernen, damit umzugehen, um den Kontakt zur Gesellschaft zu erhalten, und somit ihr Leben selbstständig gestalten und ihr Selbstwertgefühl stärken zu können“.

Aktuell aus der Projektarbeit sei das von Aphasikern aus den Selbsthilfegruppen von Mecklenburg-Vorpommern selbst erstellte Kochbuch, in dem es auch ein Rezept für „Pellkartoffeln mit Schusterstippe“ gibt. „Die Rezepte haben die Gruppenmitglieder selbst geschrieben und die Skizzen eigenhändig gezeichnet.“ In einem Computerseminar lernten sie dazu, alle Komponenten zu einem Buch zusammensetzen zu können.

Die Spende wurde von Horst-Werner Frommer und CDU-Vorstandsmitglied Jens Fengler überbracht. „Wir freuen uns nicht nur darüber, dass dieses Geld von Plauer Bürgern kommt, sondern auch in der Gemeinde sinnvoll eingesetzt wird.“ Für den Druckauftrag habe nämlich die Plauer Druckerei Leppin einen äußerst attraktiven Preis angeboten. „Interessenten können das Kochbuch demnächst auch in Plau am See kaufen.“ 1,50 Euro des Verkaufserlöses fließen zurück zur Aphasiker-Gruppe und werden dort für weitere Projekte eingesetzt.

 

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