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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

15. Dezember 2017 | 11:11 Uhr

Historisches : Plau und die Geißel der Feuersbrunst

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Der Archäologe und Historiker Fred Ruchhöft hielt im Plauer Museum einen Vortrag über die zahlreichen Stadtbrände in Plau

Sonja Burmester und Dieter Ehrke vom Plauer Heimatverein konnten es nicht fassen. „Wir haben zu klein gebaut“, scherzte Ehrke. Denn zum Vortrag über die Plauer Stadtbrände waren am Sonnabend so viele Bürger und Bürgerinnen erschienen, dass es richtig „voll“ wurde. 80 Stühle waren aufgestellt worden, mindestens 30 wurden zusätzlich herbeigeschafft. So viele Interessierte hatte auch Dr. Fred Ruchhöft, Archäologe und Historiker, bisher noch nicht herbeilocken können.

Ruchhöft ist in der Stadt kein Unbekannter. Er stammt aus Plau, ging zum Studium allerdings nach Rostock, heute arbeitet er beim Landesamt für Kultur- und Denkmalschutz in Greifswald. Schon mehrmals ist er in die Herkunftsstadt zurückgekehrt, um im Heimatverein über historische Themen zu sprechen. Heuer behandelte Ruchhöft per Bildvortrag ein Thema, das zu den großen Katastrophen jeder Stadtgeschichte zählt, das der Stadtbrände.

Summa Summarum erfuhr man: Der Feuersturm, die Feuersbrunst, wie Großfeuer auch genannt werden, verschlang allein zwischen 1455 und 1756 acht Mal größere Teile der Stadt Plau, der große Brand von 1756 zerstörte gar die ganze Stadt. Auch vor 1455 dürften Brände die Stadt Plawe (mhd.) heimgesucht haben, allerdings gibt es dazu keine Schriftquellen. Wahrscheinlich ist, dass entsprechende Aufzeichnungen in Kirche oder Rathaus verwahrt wurden, schließlich aber auch von einem Brand zerstört wurden.

Worin die ständige Gefahr bestand und was die Plauer noch alles durchlitten lesen Sie in der Printausgabe und im E-Paper.


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