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Plau steuert Gegenkurs : Plau justiert bei Tourismus nach

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Schlechter Sommer: Plau verzeichnet Einbrüche bei Übernachtungszahlen . Mehr wetterunabhängige Angebote sollen Abhilfe schaffen

von
erstellt am 13.Sep.2017 | 21:00 Uhr

Sommer? Das war wohl nichts. Nein, Plau am See hat definitiv schon (sehr) viele bessere Jahre gesehen. Sowohl, was den Tagestourismus als auch die Übernachtungszahlen betrifft. „Schon im Juli verzeichneten wir einen gewissen Rückgang und es steht zu befürchten, dass die Zahlen für August nicht besser ausfallen werden“, zieht Plaus Bürgermeister Norbert Reier ein erstes Resümee. Das ist bitter, zumal der Luftkurort in guten Jahren selbst in der Nachsaison (September/Oktober) eigentlich immer recht gut ausgelastete Tourismushochburg ist.

Das Wetter freilich ist höhere Gewalt. „Von daher wird es für uns wichtig sein, angeschobene Investitionen fortzuführen und in die touristische Infrastruktur einzubinden und bei den Angeboten vor Ort wetterunabhängiger zu werden“, sagt Reier. Wenn es wie in diesem Sommer zwei Tage am Stück regnet, seien die unbefestigten Radwege aufgeweicht. Und dann brauche der Urlauber Alternativen. Allerdings wird es noch bis 2019 dauern, bevor die Investition Burg nach Fertigstellung von Sanierung/Umbau und die Neugestaltung der Außenanlagen richtig greifen werden.

Wenn man so will, ist es ein Drei-Punkte-Plan. Den wird die Stadt allerdings nicht allein umsetzen können. Vielmehr soll nochmals verstärkt das Gespräch mit den Händlern und Gewerbetreibenden gesucht werden, um gemeinsam auszuloten, inwieweit erweiterte, touristen-freundliche Ladenöffnungszeiten möglich und praktikabel sind. „Natürlich müsste sich der Mehraufwand für die Händler lohnen, das ist ganz klar“, hat Reier für kontroverse Diskussionen um dieses durchaus nicht neue Thema Verständnis. „Ich denke, viel wäre schon gewonnen, wenn sich die Händler untereinander abstimmen und zusätzliche Öffnungszeiten kommunizieren“, so Reier. Es bringe nichts, wenn der Tourist rein zufällig einen geöffneten Laden finde.

Als Vertreter der Stadt und der Plauer Tourist Info vor etwa anderthalb Jahren mit Gewerbetreibenden an einem Tisch saßen, war noch ein weiterer Vorschlag in die Runde geworfen worden. Nämlich zusätzliche Öffnungszeiten gezielt parallel zu Veranstaltungen anzubieten. „Gerade in den Sommermonaten, wenn wir viele Touristen in der Stadt haben, haben wir auch eine Veranstaltungsdichte“, sagt der Bürgermeister. Burghoffest, Ritterspiele, 200 Jahre Fahrrad, Badewannenrallye, Chorsingen… Wenn an diesen oder an einigen dieser Tagen erweiterte Öffnungszeiten angeboten und rechtzeitig im Umfeld beworben würden, würde das einiges bewirken. „Der Tourismus ist ein Wirtschaftszweig wie jeder andere und er ist für unsere Stadt und die Region der Trumpf. Und er stagniert nicht. Also müssen wir die Herausforderungen der Zeit annehmen“, sagt Norbert Reier.

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