Sanierung : Plau baut an der Metow in großem Stil

Das Schild  vor dem Polizeigebäude  lässt ahnen,  wie sich das Gesicht der Metow noch verändern  wird. Fotos: Herbst/Archiv
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Das Schild vor dem Polizeigebäude lässt ahnen, wie sich das Gesicht der Metow noch verändern wird. Fotos: Herbst/Archiv

Noch in diesem Jahr sollen in Plau am See alte Bootsschuppen neuen weichen. Eine Berliner Grundstücksgesellschaft plant außerdem die Errichtung von 50 Ferienhäusern

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07. Mai 2013, 06:35 Uhr

Plau Am See | Wer in den vergangenen zwei Jahren einen Abstecher nach Plau gemacht hat, weiß, warum das Städtchen mittlerweile den Beinamen "kleines Warnemünde" trägt. Nach erfolgreicher Sanierung in den Bereich zwischen Schleuse und Hubbrücke und stetigen Investitionen sowohl in die quasi neu entstandene Strandstraße als auch die Metow ist hier eine Promenade entstanden, die nicht nur dem Flair der Ostseeperle Konkurrenz macht. Auch der alte Stadtkern ist durch diesen Lückenschluss endlich an den Hafen und damit an Plaus größtes Pfund, den See gerückt. Versorgungs- und Serviceeinrichtungen in der "ersten Reihe" - dort, wo es bis dahin nur reine Wohnnutzung gegeben hatte - inklusive.

In diesem Jahr werden weitere Investitionen folgen, die das binnenländische Warnemünde, das noch über etliche Brachen verfügt, noch attraktiver machen sollen. Das vielleicht größte Bauvorhaben im hinteren Bereich der Metow will eine Berliner Grundstücksgesellschaft realisieren. Sie plant, parallel zur Mole 50 Ferienhäuser zu errichten. Das Ganze befindet sich momentan noch in der Verkaufsphase. Doch gibt es bereits einen rechtskräftigen B-Plan und die Ansage der Berliner, noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen zu wollen.

Um die zweite größere Investition bemühen sich momentan die Müritzfischer. Ihr Projekt sieht vor, die alten Bootsschuppen gegenüber dem Fackelgarten abzureißen und durch neue zu ersetzen. Platz sollen hier in erster Linie die eigene Fangflotte, überdies aber auch ein Fischimbiss finden. Noch ist in der Sache keine endgültige Einigung mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt, das Eigentümer/Verwalter der Wasserfläche ist, erzielt. Doch die Müritzfischer sind optimistisch. Ebenso was ihr zweites Projekt betrifft. Auf dem Kalkofen hinter ihrem Netzplatz, der im Sommer auch als Parkplatz dient, soll eine bislang brache Fläche einem neuen Gebäude weichen. Von hier aus wollen die Müritzfischer Maräne und Co. fangfrisch an Einheimische wie Touristen verkaufen. In einem zweiten Gebäude, das unmittelbar vor der Wasserschutzpolizei entstehen soll, wird künftig der Hafenmeister sitzen. Ebenfalls sollen hier weitere Versorgungs- und Sanitäreinrichtungen für die Gäste vorgehalten werden.

Daneben laufen weitere Projekte privater Investoren, wie etwa des Familienunternehmens Block, das gerade eine Massage-Wellness-Beauty-Lounge inklusive Sauna und Naturschwimmteich errichtet und weitere Ferienhäuser plant. Familie Erdmann will noch in dieser Saison ihren Traum von Gastronomie und Hotelerie an der Strandstraße eröffnen. Gleichfalls das Ehepaar Herzog, welches direkt an der Hubbrücke ein zehn Jahre lang leerstehendes Haus saniert hat und hier in diesen Tagen das "Café Flair" eröffnen und Ferienwohnungen einweihen wird.

"Die Stadt hat mit der Mole, der Metow und der Strandstraße gute Voraussetzungen für die weitere touristische Entwicklung geschaffen", sagt Plaus Bauamtsleiter Klaus Baumgart und freut sich, dass diese Anstrengungen schon bei zahlreichen privaten Investoren auf fruchtbaren Boden gefallen sind.

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