Landkreis Ludwigslust-Parchim : Plan: Keine Schule schließen

Die Stadt Lübz hat schon viel Geld in die Sanierung/den Neubau ihrer Grundschule investiert, hier der Erste Spatenstich für den Anbau durch Bürgermeisterin Gudrun Stein mit Mecklenburg-Vorpommerns Bauminister Harry Glawe (l.) und Robert Erdmann, Geschäftsführer des Sanierungsträgers EGS Entwicklungsgesellschaft mbH.
1 von 2
Die Stadt Lübz hat schon viel Geld in die Sanierung/den Neubau ihrer Grundschule investiert, hier der Erste Spatenstich für den Anbau durch Bürgermeisterin Gudrun Stein mit Mecklenburg-Vorpommerns Bauminister Harry Glawe (l.) und Robert Erdmann, Geschäftsführer des Sanierungsträgers EGS Entwicklungsgesellschaft mbH.

Freude im Amt Eldenburg Lübz über Entwurf des Kreises / Kritik an Überlegungen, auch Einzugsbereiche für die Jüngsten abzuschaffen

23-11367808_23-66109656_1416396395.JPG von
16. März 2015, 21:00 Uhr

Der Landkreis erarbeitet momentan den so genannten Schulentwicklungsplan bis 2019/2020. Nachdem sich der Jugendhilfeausschuss mit ihm beschäftigt hat, wird der Bildungsausschuss das endgültige Papier dem Kreistag zum Beschluss vorlegen.

Die Stadt Lübz hat dafür im Rahmen des Beteiligungsverfahrens die zu erwartende Entwicklung der hiesigen Grund- und Regionalen Schule zugeliefert – Einrichtungen, für die sie der Träger ist. Das Verfahren ermögliche, Ansätze zu prüfen und eventuelle falsche Angaben zu korrigieren, so die Verwaltung. „Gemäß dem momentan schon vorliegenden Entwurf bleiben die aktuellen Einzugsbereiche bestehen und auch im Bestand sind beide Schulen gesichert, weil sie die im Planungszeitraum geltenden Anforderungen an die Mindestschülerzahlen deutlich übererfüllen“, sagte Bürgermeisterin Gudrun Stein unlängst zu den Stadtvertretern. „Das war nicht immer so.“ Ebenso positiv falle der bisherige Entwurf für die „Kleine Grundschule auf dem Lande“ in Passow und die Amtsschule in Marnitz aus. Mehr noch: Keine Einrichtung dieser Art im Ludwigsluster/Parchimer Bereich solle demnach geschlossen werden. „Das ist auch deshalb so gut, weil es nicht nur um die Schule allein geht“, sagt Gudrun Stein. „Sie in der Nähe zu haben bedeutet auch, dass Krippe, Hort und Kindergarten genutzt werden, möglicherweise doch mehr junge Leute in der Region bleiben, die sehr gebraucht werden. Wir freuen uns, dass alles bestehen bleiben darf.“

Ein prinzipiell gutes Fazit also, doch trotzdem sieht die Lübzer Verwaltungs-Chefin eine Bedrohung durch landesseitige Überlegungen, die festgelegten Einzugsbereiche auch für Grundschulen aufzuheben. Dies dürfte – so wörtlich – „katastrophale Folgen“ haben, weil zum Beispiel die besonders bei kleinen Schulen überlebenswichtige Planungssicherheit sehr negativ beeinflusst wäre: „Da können weder wir noch der Landkreis etwas tun. Das ist eine Entscheidung, die dem Landtag obliegt.“

Bereits vor ein paar Jahren wurde die Festlegung der Schuleinzugsbereiche ab Klasse 5 aufgehoben. Eltern haben demzufolge freie Wahl, wo ihr Kind zur Schule geht. Auf einige Häuser, die eigentlich deutlich mehr Kinder haben müssten, wirkt sich dies sehr negativ aus. 210 Mädchen und Jungen besuchen gegenwärtig die Lübzer Grundschule, 325 sind es in der anderen Einrichtung (Stand 3. März).

Vereinzelte Anträge, ein Kind von Anfang an auf eine andere Schule gehen zu lassen, habe es allerdings schon früher gegeben. Wenn sie gut begründet waren, habe man ihnen in der Regel auch stattgegeben. Anlässe waren unter anderem die konfessionelle Bindung einer Schule und berufliche Gründe der Eltern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen