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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

23. November 2017 | 12:39 Uhr

Neue Hilfe : „Pflegelotse“ hilft jetzt bei Fragen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Aktive für Nachfolgeprojekt von „Servicestelle für pflegende Angehörige“ gesucht

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 22:00 Uhr

Dem nach zwei Jahren planmäßig beendeten Projekt „Servicestelle für pflegende Angehörige“ (kurz SpA, wir berichteten kurz) ist das Vorhaben „Pflegelotse“ gefolgt, das ebenfalls Angelika Lübcke leitet. „Förderung ist immer befristet, was auch wir wussten. Also war uns klar, dass nach zwei Jahren Schluss ist“, sagt sie. „Weil das Angebot jedoch sehr erfolgreich war, wollten wir nicht einfach aufhören und stellten beim Landkreis einen Förderantrag für ein neues Projekt.“

Das hatte Erfolg: Bereits seit dem 1. Oktober läuft das Vorhaben. Vorgesehen ist zunächst, dass es bis Ende 2015 läuft. Ziel bei ihm sei, in Zusammenarbeit mit den Mehrgenerationenhäusern Lübz und Ludwigslust in Kommunen Ehrenamtliche zu finden, die bereit sind, erste Ansprechpartner zum Thema Pflege zu sein. „Wir sind in unserem Landkreis zwar in der glücklichen Lage, einen Pflegestützpunkt zu haben, der alle Fragen beantworten kann, aber er befindet sich bei der Kreisverwaltung in Parchim – für viele umständlich, weil weit weg“, sagt Angelika Lübcke. „Im Dorf kennt man sich, weiß oft, wie es um die Leute steht. Entweder geht es bei den auftauchenden Fragen um Kleinigkeiten, die man allein klären kann, oder man nimmt Kontakt mit einem der nächsten Ansprechpartner. Das sind wir beziehungsweise der Pflegestützpunkt, dem wir dann das Problem vermitteln würden. Sehr viel wissen wir durch die in dem alten Projekt gesammelten Erfahrungen.“

Die möglichen Ansprechpartner in Sachen Pflege würde man im Lübzer Mehrgenerationenhaus schulen. Melden kann sich jeder, der aufgeschlossen ist, bei Angelika Lübcke unter der Rufnummer 03 87 31/ 4 78 33. Im Januar soll es eine Informationsveranstaltung geben, momentan wird der Lehrplan erarbeitet. Eine gute Resonanz bilde die Grundlage dafür, die Beratungsarbeit intensiv fortführen zu können.

In den vergangenen zwei Jahren meldeten sich überwiegend Frauen mit verschiedensten Anliegen. Dabei ging es hauptsächlich um Fragen zu Hilfsmitteln, Dienstleistungen, Finanzierung von Pflege, Pflegestufen und Anlaufpunkte. „Große Unwissenheit herrscht bei den wichtigen Themen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“, sagt Angelika Lübcke, die Fragen zu Pflege auch weiterhin beantwortet. „Sie sind sensibel. Kaum jemand möchte daran denken und die meisten schieben es weit weg – ein fataler Fehler, denn diese Dinge haben nichts mit dem Alter zu tun.“ Wer zum Beispiel eine Vorsorgevollmacht erstellt, sichert ab, dass er denjenigen aussucht, der Rechtsgeschäfte in seinem Sinne erledigt, wenn er es selbst zum Beispiel in Folge eines Schlaganfalls oder Unfalls nicht mehr kann. Liegt nichts vor, bestellt das Amtsgericht einen Betreuer, der in der Regel eine völlig fremde Person ist.

Eine Patientenverfügung legt zum Beispiel fest, dass man nur so lange leben möchte, wie es die eigene Kraft zulässt, und sein Dasein nicht künstlich verlängert haben möchte.

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