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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

18. Oktober 2017 | 09:31 Uhr

Grundschule Passow : Per PC in die große, weite Welt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Passower Grundschüler surfen im Internet mit ziemlich alten Rechnern, deshalb suchen sie noch den ein oder anderen Sponsoren für neue PCs.

svz.de von
erstellt am 04.Jun.2014 | 22:00 Uhr

Ein Leben ohne Computer, ohne Tablet und Smartphone – kaum noch denkbar. Überall begegnet uns diese Technik und man muss lernen, damit umzugehen, um nicht von ihr beherrscht zu werden. Das beginnt bereits in der Schule und die Passower Grundschüler können froh sein, dass sie über ein eigenes Kabinett im Dachgeschoss der alten Schule verfügen.

Die Viertklässler agieren hier bereits sehr selbstsicher. Antonia, Maren, Jasmin oder auch Nikita und Moritz und all die anderen haben zwar bereits einen Laptop oder einen Computer zu Hause, doch hier lernen sie frühzeitig, damit nicht nur zu spielen, sondern auch damit zu arbeiten. Sie erfahren, dass der Computer einem die Arbeit erleichtert und ihnen viele Arbeitsschritte abnehmen kann. Doch bevor es soweit ist, muss man zum Beispiel Formeln eingeben, damit der Rechner weiß, was er wie berechnen soll. Auch im Fach Deutsch ist er hilfreich. „Beim Diktat beispielsweise haben wir am PC weniger Fehler, als im schriftlichen Diktat“, weiß die Lehrerin Monika Siepel. Wie kommt das? Hilft hier das Rechtschreibprogramm mit der automatischen Berichtigung? „Nein“, sagt die Lehrerin und meint, dass die Schüler am Bildschirm anders schreiben würden, da sie den Text vor sich sehen. Auch spezielle Lernprogramme, auf die Klassenstufe abgestimmt, werden genutzt und so waren kürzlich vor allem die Muttis ganz stolz auf ihre Sprösslinge, hatten diese an den Computern selbst gestaltete Muttertagskarten mit Schrift und kleinen Bildern (Cliparts) hergestellt. Jetzt sind sie dabei, ihre kürzliche Klassenfahrt nach Rostock und Warnemünde in Wort und Bild am Rechner zu gestalten.

Vor wenigen Tagen gab es nun eine Überraschung. Von der Volks- und Raiffeisenbank Güstrow erhielten sie moderne Flachbildschirme, die die alten stromfressenden Röhrengeräte ablösen. Zwar reicht dies noch nicht für alle Rechner, aber Stück für Stück werden diese nun ausgetauscht. Die Schüler haben nun noch den Wunsch, auch die alten Rechner auszutauschen.

Nur Dank der Pflege von Harald Schulz, pensionierter Funkmechaniker, sind die Rechner noch am Laufen. „Die alten Mainboards entsprechen nicht mehr der Zeit, ein altes Betriebssystem Windows 2000 ist vorhanden, und bei vielen Platinen wurde in mühsamer Kleinarbeit die defekten Elektrolytkondensatoren gewechselt“, erzählt Schulz. Er war es auch, der vor drei Jahren die Verbindung ins weltweite Web herstellte. Doch nun wären er, die Lehrerin Monika Siepel und die Grundschüler froh, wenn neben den Bildschirmen auch die Rechner Stück für Stück modernisiert werden würden.

Vielleicht, so hoffen sie, gibt es Sponsoren, die dabei helfen können. In vielen Betrieben und Einrichtungen werden die Rechner nach wenigen Jahren ausgetauscht und könnten für die Schulkinder noch bestens geeignet sein.



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