Soziales : Passow rechnet nicht pauschal ab

Die Passower Gemeindevertreter bei ihrer Beratung
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Die Passower Gemeindevertreter bei ihrer Beratung

Ab 1. Januar 2015 ist die Abrechnung für die Ganztagsverpflegung in der Kita „Rasselbande“ in Passow auf jedes Kind zugeschnitten. Für teuersten Platz 13 Euro mehr

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27. November 2014, 20:00 Uhr

Laut Kindertages-stättenförderungsgesetz (KiföG) des Landes muss der Träger einer Kita dafür sorgen, dass alle sie besuchenden Mädchen und Jungen in der Einrichtung von Januar an voll verpflegt werden – mit Frühstück, Mittag, Vesper, gegebenenfalls Abendbrot, Obst und Getränken. Das Essen ist Pflicht und bezahlen müssen es die Eltern.

Thema war dies jetzt in Passow. Die dortige Kita „Rasselbande“ besuchen gegenwärtig 21 Kinder aller Altersstufen. Der Elternbeirat hat am Mittwoch getagt und sich für die neue Versorgung ausgesprochen. Am Donnerstagabend tagte die Gemeindevertretung und entschied aus drei vorliegenden Angeboten, wer die Versorgung künftig übernehmen soll. Laut Bürgermeister Frank Busch ging es dabei nicht darum, das billigste, sondern qualitativ beste auszuwählen. Weil Mittagessen an der Passower Grundschule bereits seit mehreren Jahren angeboten wird, wurde über einen Lieferanten für Schule und Kita entschieden. Ziel sei, hochwertige Kost in beiden Einrichtungen anzubieten.

Während einige Kommunen für das neue Kita-Essen Pauschalbeträge von allen Eltern fordern, soll dies in Passow nicht praktiziert werden. „Es muss nur das bezahlt werden, was ein Kind auch isst“, sagt der Bürgermeister. Konkretes Beispiel: Bei einem Halbtagsplatz nur das Frühstück und das Mittagessen, die Vesper nicht. Wenn das Kind bis 8 Uhr morgens abgemeldet wird, weil es zum Beispiel selbst oder der es bringende Elternteil krank geworden ist, oder auch im Urlaub gar nichts. Im Voraus geleistete Zahlungen werden im Folgemonat verrechnet. „Anders kann es ja auch gar nicht sein!“, meint Busch. Dass generell eine pauschale Summe eingefordert werde, sei leider ein weit verbreiteter Irrglaube.

Entschieden haben die Gemeindevertreter am Donnerstag auch über die Festsetzung der neuen von der Kommune und in gleicher Höhe von den Eltern zu leistenden Betreuungskosten. Gegenüber 2013 ergibt sich für beide beispielsweise beim teuersten Platz (Krippe ganztags) eine Steigerung in Höhe von jeweils 13 Euro. Das Land trägt in diesem Fall 180, der Landkreis 51 Euro. Den Eigenanteil von gut 555 Euro teilen sich Eltern und die Gemeinde. Die Erhöhung ergebe sich unter anderem durch die gestiegenen Strompreise und tarifliche Anpassungen.

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